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CSU: Unterstützung von CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach bei Deutschpflicht

#yallacsu: Debatte um Deutsch : CDU-Politiker Bosbach nimmt CSU wegen Deutschpflicht in Schutz

Ein Leitantrag für den CSU-Parteitag will in Deutschland lebende Migranten dazu anhalten, auch zu Hause Deutsch zu sprechen. Nach viel Spott im Internet erhält die CSU nun Unterstützung von CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach.

Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses sagte, in dem Antrag der CSU gehe es "nicht um die Einführung einer Rechtspflicht, zu Hause deutsch zu sprechen" in einer Stellungnahme für die Zeitung "Passauer Neuen Presse" vom Montag. Das entscheide "ohnehin jede Familie individuell". Vielmehr wolle die CSU die Bedeutung von Sprachkenntnissen für eine erfolgreiche Integration, insbesondere von Kindern betonen, sagte Bosbach der Zeitung.

Der CSU-Vorstand will am Montag einen Leitantrag zum Thema Migration verabschieden, der auf dem Parteitag am kommenden Wochenende dann beschlossen werden soll. In dem von vielen Medien zitierten Antrag heißt es in der umstrittenen Passage: "Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen."

Bosbach sagte der "Passauer Neuen Presse", Deutschkurse sowie die Integrationskurs-Verordnung zeigten, wie wichtig Deutschkenntnisse in Schule und Beruf seien. Die CSU selbst war für den bekannt gewordenen Vorstoß unter anderem als "Sprachpolizei" scharf kritisiert worden.

Im Netz hatte der Leitantrag eine Debatte ausgelöst, die weitestgehend von Häme und Ironie bestimmt waren. Unter dem Hashtag #yallacsu hatten zahlreiche Medien wie auch Bürger den Vorschlag kommentiert. Lesen Sie hier eine Auswahl der Beiträge beim Kurznachrichtendienst Twitter zu diesem Thema.

(AFP)