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Stoiber-Nachfolge: CSU beschließt Kampfkandidatur

Stoiber-Nachfolge : CSU beschließt Kampfkandidatur

München (RPO). Die Nachfolge von CSU-Chef Edmund Stoiber wird definitiv in einer Kampfkandidatur entschieden. Stoiber informierte am Montag den CSU-Vorstand darüber, dass Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber und Bundesagrarminister Horst Seehofer nicht auf ihre Kandidaturen verzichten wollen.

CSU-Landtagsfraktionschef Joachim Herrmann sagte nach der Sitzung, der Vorstand habe beschlossen, "dass der Zeitplan steht". Der CSU-Parteitag werde laut Stoiber am 28. September über das neue Grundsatzprogramm der CSU abstimmen und am 29. September "alle personellen Fragen" klären. Der Parteivorstand habe diesen Fahrplan einmütig gebilligt. Die einzige Gegenstimme sei von der Fürther Landrätin Gabriele Pauli gekommen, die eine Mitgliederbefragung über den Kandidaten für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten gefordert habe.

Stoiber sagte, er habe den Eindruck gewonnen, "dass viele in der Partei einer Auswahl zwischen zwei Kandidaten sehr positiv gegenüberstehen". Die Konkurrenz in den nächsten Monaten aber "muss fair und mit Anstand ausgetragen werden", mahnte Stoiber.

(afp)