Cottbus: Umweltaktivisten besetzen Bagger in Lausitzer Tagebauen

Für sofortigen Kohleausstieg: Umweltaktivisten besetzen Bagger in Lausitzer Tagebauen

17 Mitglieder der Gruppierung „Ende Gelände“ haben im Lausitzer Tagebau mehrere Stunden lang einen Bagger besetzt. Sie lehnen das Jahr 2038 für den Kohleausstieg als zu spät ab.

Umweltaktivisten haben mehrere Stunden lang Bagger in den Lausitzer Braunkohletagebauen Jänschwalde und Welzow Süd besetzt. Mit der Aktion wollten sie am Montag ihrer Forderung nach einem sofortigen Kohleausstieg Nachdruck verleihen. Im Tagebau Vereinigtes Schleenhain südlich von Leipzig kletterten nach Polizeiangaben insgesamt 17 Menschen auf einen Bagger. In der Lausitz waren die Tagebaue Jänschwalde und Welzow-Süd betroffen, wie das Energieunternehmen Leag mitteilte.

Die Bagger-Besetzung in Schleenhain wurde am frühen Nachmittag beendet. Die Umweltaktivisten der Gruppierung Ende Gelände seien vorübergehend in Gewahrsam genommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei Leipzig. Es würden deren Personalien festgestellt. Der Tagebaubetreiber Mibrag habe Anzeigen wegen Störung des Betriebs erstattet. Ende Gelände hat eine bundesweite Aktionswoche gegen die Ergebnisse der Kohlekommission gestartet. Sie lehnt unter anderem das Ausstiegsdatum 2038 als viel zu spät ab.

(kron/dpa)
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