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Corona-Demos in Berlin: Mehr als 300 Festnahmen

Polizei-Bilanz : Mehr als 300 Festnahmen bei Demos in Berlin

Die Polizei hat am frühen Sonntagabend eine Bilanz des Demo-Wochenendes in Berlin gezogen. Demnach gab es 316 Festnahmen und 33 verletzte Polizisten.

Es seien 131 Strafanzeigen ergangen, unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz, teilte die Polizei mit. Zudem wurden 255 Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt.

In Berlin hatte es am Samstag - und auch am Sonntag - mehrere Protestkundgebungen gegen die Corona-Politik der Regierung gegeben. Dabei eskalierte am Samstagabend die Lage vor dem Reichstagsgebäude: Mehrere hundert rechtsextreme Demonstranten stürmten die Treppe des Reichstagsgebäudes.

Am Vordringen von Demonstranten auf die Treppe waren nach Polizeiangaben etwa 300 bis 400 Menschen beteiligt. Kurz nach 19 Uhr seien viele Demonstranten vom Brandenburger Tor zu der Wiese vor dem Parlament gezogen. Um das zu unterbinden seien Polizisten auf der südlichen Seite des Reichstags an der Ecke Scheidemannstraße und Simsonweg zusammengezogen worden. „Diese Phase nutzte eine größere Personengruppe von etwa 300 bis 400 Personen, überwand aufgestellte Absperrgitter und gelangte so auf die Außentreppe des Reichstages.“

Weitere Polizisten hätten schnell reagiert. „Ein Eindringen in den Reichstag war den Personen daher nicht möglich.“ Die Menge sei von der Treppe zurückgedrängt worden. Dabei seien auch Polizisten angegriffen worden.

(jco/afp/dpa)