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Corona-Amtshilfe: Bundeswehr ließ knapp 140 Übungen für Soldaten ausfallen

Papier des Bundesverteidigungsministeriums : Bundeswehr ließ knapp 140 Übungen wegen Corona-Amtshilfe ausfallen

Wegen der Amtshilfe der Bundeswehr für die Kommunen in der Corona-Pandemie hat die Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten gelitten. Das macht die Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion deutlich.

Wegen der Amtshilfe der Bundeswehr für die Kommunen in der Corona-Pandemie hat die Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten gelitten. Das macht die Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion deutlich. „Im Zuge der Pandemie konnte insgesamt ein Rückgang der durchgeführten Trainings in den Streitkräften verzeichnet werden“, heißt es darin. „Im Verhältnis zu 2019 wurden bislang 19 Prozent weniger Laufbahnausbildungen, 35 Prozent weniger Fachausbildungen und 43 Prozent weniger Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen an den Ausbildungseinrichtungen durchgeführt“, so das Ministerium. Außerdem wurden 97 Übungen im Jahr 2020 abgesagt. 2021 waren es der Antwort zufolge bisher 40 Übungen und Übungsbeteiligungen, die weggefallen sind.

Die Antwort zeigt zudem, dass die Bundeswehr bei der Bekämpfung nach wie vor eine tragende Rolle spielt. War es im letzten Jahr die Unterstützung der Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung der Infektionen und im Winter die Hilfe in Pflegeeinrichtungen, sind es in diesem Jahr Test- und Impfzentren, in denen Soldatinnen und Soldaten einen wichtigen Beitrag leisten. Darüber hinaus hat die Bundeswehr zur Bekämpfung der Pandemie benötigte Güter produziert, nämlich Schutzmasken und Desinfektionsmittel, heißt es in der Antwort.

Für den Einsatz der Soldatinnen und Soldaten sei die Gesellschaft zu großem Dank verpflichtet, sagte FDP-Politiker Karsten Klein. „Der Ausfall zahlreicher Übungen sowie die geringere Anzahl an Lehrgängen und Weiterbildungsmaßnahmen dürfen indes nicht zu einem Nachteil für die Laufbahn der Soldatinnen und Soldaten werden. Hierfür muss das Bundesverteidigungsministerium Lösungen finden“, forderte er.