Coca-Cola-Plakat in Berlin richtet sich gegen AfD

AfD-Kritik: Vermeintliches Coca-Cola-Plakat sorgt für Ärger

In Berlin hat ein Aufsteller für ziemlichen Trubel gesorgt. Besonders im Fokus: die AfD und Coca-Cola. Obwohl der Getränkemulti mit der Sache rein gar nichts am Hut hat.

Weihnachtliche Plakate sieht man derzeit – aus völlig nachvollziehbaren Gründen – überall. In der Stadt, an Bahnhöfen, auf Straßen, der Weihnachtsmann ist allgegenwärtig.

In Berlin sorgte in den vergangenen Tagen ein Plakat mit einem Weihnachtsmann ganz besonders für Aufregung. Denn es zeigt den wohl Bekanntesten aller Weihnachtsmänner, den Coca-Cola-Weihnachtsmann. Auf dem Plakat trinkt er eine Cola, hat natürlich einen Rauschebart. Über ihm steht ein Slogan, der auf den ersten Blick so gar nicht passt: „Für eine besinnliche Zeit: Sag‘ Nein zur AfD“. Schnell ist klar: Das Poster ist ein Fake, wurde nicht vom Getränke-Giganten aufgestellt, das teilte das Unternehmen mit.

Dennoch sorgt es für mächtigen Wirbel. Der stellvertretende AfD-Vorsitzende in Sachsen, Maximilian Krahl, wandte sich via Twitter an Coca Cola, um herauszufinden, was es mit dem Plakat auf sich hat.

Er monierte die angeblich politische Äußerung gegen eine Partei, die schließlich die größte Oppositionspartei im Deutschen Bundestag ist und Donald Trump feiert.

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Via Twitter erhielt er keine Antwort vom Unternehmen. Seine Parteikollegen haben nun zum Boykott von sämtlichen Produkten von Coca-Cola aufgerufen.

Grund dafür dürfte auch die Antwort von Patrick Kammerer sein, der Kommunikationsdirektor von Coca-Cola in Deutschland, der sich bei Twitter zu Wort meldete: „Nicht jedes Fake muss falsch sein“, schrieb er und postete das Plakat.

Hinter der Aktion verbirgt sich übrigens eine Aktivistengruppe, die sich Modus nennt und unter dem Hashtag #AFDentskalender“ mobil gegen die Partei macht.

(mja)