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Claudia Roth trifft Richard Gere

Claudia Roth trifft Richard Gere : "Außerdem sieht er Bombe aus"

Richard Gere zu Besuch bei Grünen-Politikerin Claudia Roth

Grünen-Politikerin Claudia Roth hat bei einem Treffen mit Richard Gere über die Repressionen in Tibet und die Folgen von Donald Trumps Präsidentschaft gesprochen. Der Schauspieler forderte Deutschland auf, den USA beim Kampf um die Demokratie zu helfen.

Claudia Roth ist eine auffällige Erscheinung, doch dieser Mann stahl ihr die Show. "Ihm flogen die Herzen zu", räumte die Grünen-Politikerin ein, nachdem sie den US-Schauspieler Richard Gere am Mittwochnachmittag durch den Bundestag geführt hatte. Bei Tee und Törtchen hatten sie zuvor fast anderthalb Stunden in ihrem Büro die Weltlage besprochen, vor allem über die Situation in Tibet und den USA.

Roth und Gere kennen sich seit einer Tibet-Konferenz der EU in den 90er Jahren. Gere ist Vorsitzender der International Campaign for Tibet. Und weil Gere wegen seines neuen Films "The Dinner" sowieso in Berlin war, wünschte er sich ein Treffen mit Roth.

"Wir dürfen Tibet nicht vergessen", sagte Claudia Roth im Anschluss gegenüber unserer Redaktion, "denn vergessen tötet. Die Repressionen durch China nehmen zu. Auch die Klimakrise ist längst im Tibet angekommen. Die Gletscher schmelzen dahin."

Auch über den neuen US-Präsidenten Donald Trump sprachen die beiden. Gere zeigte sich sehr besorgt. Er könne nicht glauben, dass das wirklich passiere, Hass und Antisemitismus nähmen in den USA zu, berichtete Roth. "Sehr berührt hat mich, als er sagte: Ihr Deutschen müsst mit uns um die Demokratie kämpfen." Außerdem habe er sich bei Deutschland für das Engagement in der Flüchtlingskrise bedankt.

Es war bereits Roths zweites längeres Treffen mit Gere. "Eine außergewöhnliche Persönlichkeit", sagte sie im Anschluss und schwärmte von Filmen wie "Ein Mann für gewisse Stunden", "Cotton Club" und natürlich "Pretty Woman". Gere sei ein toller Mann. "Kein Macker, sondern jemand mit viel Wärme, der alles andere als arrogant ist — außerdem sieht er Bombe aus."

(seda)