Neues Ehrenamt: Christian Wulff Präsident von Nahost-Lobbygruppe

Neues Ehrenamt: Christian Wulff Präsident von Nahost-Lobbygruppe

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hat am Freitag ehrenamtlich ein neues Amt angenommen. Wulff wurde zum Präsidenten des Euro-Mediterran-Arabischen Ländervereins (EMA) gewählt, wie der in Hamburg ansässige Verein mitteilte.

Die Lobby-Gruppierung tritt für eine engere Wirtschaftszusammenarbeit mit den Ländern der Mittelmeer- und Nahostregion ein. Sie berät unter anderem Unternehmen, die in der Region tätig werden wollen.

Die EMA ist nach eigenen Angaben politisch, weltanschaulich und konfessionell unabhängig. "Wir verstehen uns dabei auch als Mittler zwischen den Kulturen", heißt es auf der Webseite des Vereins. Mit ihrer interdisziplinären Arbeit leiste die EMA "einen wertvollen Beitrag für die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in einer politisch instabilen Region", erklärte Wulff. EMA-Generalsekretär ist Abdelmajid Layadi, den Ehrenvorsitz hat Pinz Hassan von Jordanien.

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Wulff hatte 2012 unter öffentlichem Druck auf sein Amt verzichtet, nachdem die Staatsanwaltschaft Hannover Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorteilsnahme angekündigt hatte. Im Februar dieses Jahres wurde Wulff freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Revision.

In seiner Amtszeit als Bundespräsident hatte Wulff mehrfach die Nahostregion besucht. Er setzte sich nachdrücklich für die Integration muslimischer Zuwanderer in Deutschland ein.

(DEU)
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