Bundeskanzler erstmals dabei Chanukka-Fest beginnt in Berlin mit Olaf Scholz

Berlin · Zu Beginn des jüdischen Lichterfests wird am Donnerstag (15.00 Uhr) in Berlin die erste Kerze an einem großen Chanukka-Leuchter am Brandenburger Tor entzündet.

Alle neun Lichter brennen bei Sonnenuntergang auf dem Chanukka-Leuchter, der vor dem Brandenburger Tor steht. (Symbolbild)

Alle neun Lichter brennen bei Sonnenuntergang auf dem Chanukka-Leuchter, der vor dem Brandenburger Tor steht. (Symbolbild)

Foto: dpa/Peter Kneffel

Erstmals nimmt nach Angaben der Veranstalter Bundeskanzler Olaf Scholz an der Zeremonie teil. Angekündigt sind auch der israelische Botschafter Ron Prosor und die Familie von Yarden Roman, die zeitweise von der Terrororganisation Hamas als Geisel gefangen gehalten worden war. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hält ein Grußwort.

Die Veranstalter wollen in diesem Jahr auch den Schutz jüdischen Lebens anmahnen. Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober waren in Deutschland Hunderte antisemitische Vorfälle registriert worden. Viele Jüdinnen und Juden berichten von Ängsten. Für die Zeremonie hat die Berliner Polizei eine Allgemeinverfügung mit strengen Sicherheitsvorkehrungen und Absperrungen rund um das Brandenburger Tor erlassen.

Chanukka erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem nach einem Aufstand gegen die Griechen 164 vor Christus und an das „Lichtwunder“ eines acht Tage brennenden Leuchters. Auch das Fest dauert acht Tage, dieses Jahr bis zum 15. Dezember. Jeden Tag wird ein weiteres Licht auf dem Chanukkia genannten Leuchter entzündet. Der religiöse Hintergrund hat mit Weihnachten nichts zu tun, aber Botschaft und Symbole sind ähnlich: Licht in der dunklen Jahreszeit und das Feiern in der Familie mit Geschenken.

(mka/dpa)
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