EU schreibt ab Dezember mehr Verbraucher-Infos vor Cem Özdemir will neues Etikett direkt auf der Weinflasche

Exklusiv | Berlin · Wer gerne Wein trinkt, soll ab Ende des Jahres nach dem Willen der EU mehr über die Zutaten, Inhaltsstoffe und Nährwerte des edlen Tropfens erfahren. Doch es gibt Streit darüber, ob die neuen Angaben direkt auf der Weinflasche stehen sollen – oder ob ein elektronisches Etikett dafür ausreicht. Agrarminister Özdemir hat sich auf die falsche Seite geschlagen, findet die Union.

Agrarminsiter Cem Özdemir (Grüne, re.) kostet auf der Grünen Woche in Berlin georgischen Wein. Links neben ihm: Ein Vertreter Georgiens.

Agrarminsiter Cem Özdemir (Grüne, re.) kostet auf der Grünen Woche in Berlin georgischen Wein. Links neben ihm: Ein Vertreter Georgiens.

Foto: dpa/Fabian Sommer

Weintrinker sollen künftig genauer über die Zutaten, Inhaltsstoffe und Nährwerte ihres Weins informiert werden – so will es die EU. Ab 8. Dezember 2023 sollen auf allen Verpackungen oder Etiketten von danach hergestellten Weinen und weinhaltigen Getränken neben den bisher obligatorischen Angaben, wie beispielsweise den Allergenen, auch Nährwerte und ein Zutatenverzeichnis verpflichtend enthalten sein. Doch ob diese neuen Angaben direkt auf der Flasche zu lesen sein sollen – oder ob dafür auch ein so genanntes elektronisches Etikett (E-Label) mit einem QR-Code ausreichend sind, der auf weiterreichende Informationen im Internet führt — darüber gibt es noch keine Klarheit.