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Bei Verwahrlosung: CDU-Politiker will Kontrollen beim Kindergeld

Bei Verwahrlosung : CDU-Politiker will Kontrollen beim Kindergeld

Osnabrück (rpo). Der Bundesvorsitzende der Jungen Union (JU), Philipp Mißfelder, hat sich dafür ausgesprochen, die Verwendung des Kindergeldes zu kontrollieren. Schließlich sollte gerade der Nachwuchs von der staatlichen Leistung profitieren.

Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der Chef der CDU-Nachwuchsorganisation, wenn es nachweisbare Indizien für eine Verwahrlosung von Kindern gebe, müsse nach der Verwendung des Kindergeldes gefragt werden. Die finanziellen Aufwendungen für den Nachwuchs seien schließlich eine sozialpolitische Maßnahme für die Kinder. "Daher sollen sie allein von dem Geld profitieren", sagte Mißfelder nach einer Vorabmeldung des Blattes.

Mißfelder forderte seine Partei auf, die Themen Kinderarmut und Familie zu einem wichtigen Teil des neuen Grundsatzprogramms zu machen. "Das muss eine ganz starke und herausragende Rolle spielen", sagte Mißfelder, der dem Bundestag angehört. Kinderarmut sei ein Tabuthema. Dabei sei dies die neue soziale Frage, die im 21. Jahrhundert auf die Gesellschaft zukomme. Von den 2,5 Millionen Kindern in Deutschland, die unter der Armutsgrenze lebten, stünden viele vor einer Sozialhilfekarriere. "Dem müssen wir entgegentreten", forderte Mißfelder.

(ap)