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CDU-Parteitag: Jens Spahn „bedauert“ umstrittenen Auftritt

Laschets Teampartner auf Twitter : Spahn „bedauert“ umstrittene Wortmeldung bei CDU-Parteitag

Unsportlich sei es gewesen, was sich der Gesundheitsminister beim CDU-Parteitag geleistet habe – so sahen es viele Beobachter. Jens Spahn hatte kurz vor dem ersten Wahlgang per Video für Armin Laschet geworben. Jetzt äußerte sich Spahn zu der Kritik.

Auf Twitter schrieb der Gesundheitsminister und nun gewählte Vizevorsitzende der CDU am Sonntagmittag: „Als Teampartner wollte ich gestern vor der Wahl noch einmal für @ArminLaschet werben. Das sorgte und sorgt bei manchen für Irritationen.“ Und weiter: „Ich sehe im Nachhinein: Es war nicht das passende Format. Das bedauere ich.“ Weiter betonte Spahn, nach dem Parteitag ginge es für die CDU nun darum, zusammenzustehen „hinter unserem Vorsitzenden Armin Laschet und für den Erfolg der #Union“.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Ich sehe im Nachhinein: Es war nicht das passende Format. Das bedauere ich. Nach unserem Parteitag heißt es nun zusammenstehen, hinter unserem Vorsitzenden Armin Laschet und für den Erfolg der <a href="https://twitter.com/hashtag/Union?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Union</a>. (2/2)</p>&mdash; Jens Spahn (@jensspahn) <a href="https://twitter.com/jensspahn/status/1350743314518175744?ref_src=twsrc%5Etfw">January 17, 2021</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Spahn hatte am Samstag eine Wortmeldung in einer Fragerunde nach der Vorstellung der drei Kandidaten für den Parteivorsitz genutzt, um für Laschet zu werben. Dies wurde ihm in der Partei teilweise als unsportliches Verhalten angekreidet. Auch von einem „Foulspiel“ war die Rede.

Nach der Wahl von Laschet zum Parteichef stieg Spahn zwar wie erwartet in den Kreis der fünf stellvertretenden Parteivorsitzenden auf – der digitale Parteitag wählte ihn aber mit dem mit Abstand schlechtesten Ergebnis aller Kandidaten in das Amt. Kostenpflichtiger Inhalt Unseren Kommentar dazu lesen Sie hier.

Auch Armin Laschet selbst äußerte sich und wies die Kritik an Spahn zurück. Der neue CDU-Chef sagte am Samstag in der ARD-Sendung „Farbe bekennen“: „Ich fand das in Ordnung.“ Es habe sich um den Punkt „Aussprache“ gehandelt. Er habe gewusst, dass Spahn etwas sagen wollte. Der war im Kampf um den Parteivorsitz als „Teampartner“ von Laschet angetreten.

Auf die Frage, ob sich Spahn mit seinem Vorgehen beschädigt habe, sagte Laschet: „Ich weiß es nicht. Natürlich werden die Freunde von Norbert Röttgen und Friedrich Merz das nicht ganz so toll gefunden haben.“ Röttgen und Merz waren neben Laschet Kandidaten für den Parteivorsitz. Kostenpflichtiger Inhalt Am Ende konnte jedoch im zweiten Wahlgang Laschet das Rennen für sich entscheiden.

Zu eigenen Kanzlerambitionen äußerte er sich aber nicht. Im Frühjahr wolle er sich mit CSU-Chef Markus Söder auf einen „gemeinsamen, guten Vorschlag“ verständigen. Sollte Laschets CDU bei den Landtagswahlen im März schlecht abschneiden, könnte dies mögliche Kanzlerambitionen von Söder fördern.

(hebu/dpa/AFP)