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Kritik über "machtgierige Parteiführung": CDU-Mitglieder mucken gegen Merkel auf

Kritik über "machtgierige Parteiführung" : CDU-Mitglieder mucken gegen Merkel auf

Mit Sprüchen wie "Es reicht uns” machen CDU-Mitglieder unmittelbar vor dem Bundesparteitag in Leipzig gegen Kanzlerin und Parteichefin Angela Merkel mobil. Im Internet lassen die Initiatoren ihrem Unmut freien Lauf und kritisieren mit markigen Worten die "machtgierige Parteiführung”.

Zu den Unterstützern gehören nach Angaben des ZDF-"heute journals” der langjährige CDU-Landesvorsitzende und brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm oder die ehemalige Kanzlerratgeberin Gertrud Höhler.

Auf der Internetseite bekommt auch Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) sein Fett weg. "Es kann nicht sein, dass Menschen, die sich der Disziplinierung durch die Parteiführung widersetzen und auf ihren verfassungsmäßigen Rechten bestehen, mit Sprüchen, wie Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen diffamiert und fertiggemacht werden”, heißt es in Anspielung auf eine entsprechende Äußerung Pofallas gegenüber dem CDU-Abgeordneten Wolfgang Bosbach.

Die Initiatoren machen "Enttäuschung und Unbehagen” gegenüber der "doppelten Kehrtwende in der Energiepolitik, der systematischen Sozialdemokratisierung der Union, der Aufgabe ordnungspolitischer Grundsätze zum Beispiel in der Währungs- und Wirtschaftspolitik und der Preisgabe von innerer und äußerer Sicherheit” geltend.
Charismatische Köpfe mit klarem politischem Kompass würden verdrängt oder vergrätzt, "Wahlniederlage folgt auf Wahlniederlage, die Parteispitze agiert selbstherrlich und verkennt die Notwendigkeit einer Kurskorrektur”, heißt es außerdem.

"Wir möchten die Union von innen heraus erneuern und so zu alter Stärke zurückführen”, wird der Vorsitzende der Initiative, Thomas Stein, vom ZDF zitiert. Man wolle bewusst keine neue Partei gründen.

(APD)