CDU-Bundesparteitag: So wollen Delegierte aus NRW wählen

CDU-Parteitag: So wollen Delegierte aus NRW wählen

296 CDU-Mitglieder aus NRW entscheiden kommende Woche über den neuen Vorsitz. Wir haben mehr als 150 Delegierte gefragt, wen sie wählen. 45 von ihnen haben sich festgelegt.

Es ist ein historische Wahl, wenn 1001 Delegierte in Hamburg am 7. Dezember um 17 Uhr ihre Stimmzettel ausfüllen, um das Rennen um den CDU-Vorsitz zu entscheiden. Mit der Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, dem früheren Unionsfraktionsvorsitzenden und heutigen Wirtschaftsanwalt Friedrich Merz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben die Delegierten gleich drei Persönlichkeiten zur Auswahl. Eine große Verantwortung für die Teilnehmer des Parteitags, bei dem die Gruppe der NRW-Delegierten mit fast 300 Mitgliedern die Hauptrolle spielt.

Unsere Redaktion hat sich umgeschaut unter den Delegierten und mehr als 150 von ihnen angeschrieben. Obwohl Transparenz, Diskussion und Offenheit den Prozess bestimmen sollten, haben sich nur 45 Delegierte bereit gefunden, ihr Votum publik zu machen. Die anderen verwiesen auf die geheime Wahl. Viele sind noch immer zwischen den Kandidaten hin- und hergerissen. Es wird also weiterhin spannend bleiben. Das hier gefundene Ergebnis (21 für Merz, 14 für Kramp-Karrenbauer und 10 für Spahn) bewegt sich innerhalb der Bandbreite der Umfragen, ist aber keinesfalls repräsentativ

Neuer CDU-Vorsitz: So wählen die Delegierten aus unserer Region

Der Landesvorsitzende und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wollte sich nicht festlegen. Immerhin kommen zwei der drei Kandidaten aus seinem Landesverband, und der Saarländerin Kramp-Karrenbauer steht er sozialpolitisch nahe. Die Stimmung unter den NRW-Delegierten ist jedenfalls gespalten. Das zeigt auch unsere Übersicht. Etliche Parteigrößen machten es ihrem Vorsitzenden nach und verweigerten ihr Votum. Durchaus möglich, dass manche ihre Karrierechancen nicht beeinträchtigen wollten, wenn sie sich zu früh oder überhaupt auf einen Kandidaten festlegten. Um so mutiger sind die Minister und Staatssekretäre, die dennoch ihre Präferenz offenbarten wie etwa die NRW-Kabinettsmitglieder Ina Scharrenbach (Heimat) und Hendrik Wüst (Verkehr) oder die Parlamentarischen Staatssekretäre Günter Krings (Bundesinnenministerium) und Oliver Wittke (Bundeswirtschaftsministerium).

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Die hier aufgeführten Delegierten haben sich ihre Wahl nicht leicht gemacht. Viele empfinden alle drei Kandidaten als wählbar, wobei sie Vorzüge und Schwächen – wie im Video – durchaus benennen. Oft geben auch nur kleine Nuancen den Ausschlag. Schon jetzt steht fest: Diese Wahl ist einzigartig, aber auch ein Beitrag zur demokratischen Kultur im Lande.

Im Tableau haben wir einige Abkürzungen verwendet, um Platz zu sparen. Es stehen MdB für Mitglied des Bundestags, MdL für Mitglied des NRW-Landtags, JU für Junge Union und MIT für Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union.

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