Aktion "Gesunde Schule" Cannabis - Politiker fordern Drogenrazzien an Schulen

Berlin (rpo). Cannabis unter dem Nachwuchs grassiert immer hemmungsloser. CDU-Politiker wollen nun mit Drogenrazzien auf den Rauschgiftkonsum von Jugendlichen an Schulen reagieren. "Cannabis ist an Schulen ein Riesenproblem", begründete der Unions-Suchtexperte Jens Spahn (CDU) seinen Vorstoß.

<P>Berlin (rpo). Cannabis unter dem Nachwuchs grassiert immer hemmungsloser. CDU-Politiker wollen nun mit Drogenrazzien auf den Rauschgiftkonsum von Jugendlichen an Schulen reagieren. "Cannabis ist an Schulen ein Riesenproblem", begründete der Unions-Suchtexperte Jens Spahn (CDU) seinen Vorstoß.

Die parlamentarische Staatsekretärin im Bundessozialministerium, Marion Caspers-Merk (SPD), forderte zur Eindämmung des Rauschgiftkonsums rauchfreie Schulen.

Spahn sagte, mit Drogenkontrollen könne die Polizei Schülern und Lehrern klar machen, dass Cannabis nicht harmlos sei. Auch die Junge Union (JU) sprach sich für Rauschgiftkontrollen in Lehranstalten und Bildungszentren aus. Der schleswig-holsteinische JU-Vorsitzende Rasmus Vöge verlangte: "Schon in den Ferien sollten Polizei und Schulleitung die Razzien vorbereiten."

Ein Sprecher des Innenministeriums von Mecklenburg-Vorpommern hielt dem entgegen, dass die Polizei nicht ohne Absprache mit Bildungsministerium und Schulen einfach auf den Schulhof marschieren und präventiv Drogenkontrollen ausführen könne. Dieses Vorgehen sei rechtlich nicht zulässig. Die Polizei könne nur im Fall eines konkreten Tatverdachts einschreiten. Kontrollen der Schüler durch die Lehrer seien allerdings machbar.

Caspers-Merk forderte rauchfreie Schulen und argumentierte: "In aller Regel gilt: Wer nicht raucht, kifft auch nicht." Die Kultusminister insbesondere der Unions-geführten Länder stünden in der Verantwortung, die Aktion "Gesunde Schule" mitzutragen, wie es Berlin und Brandenburg schon "beispielhaft" beschlossen hätten. Mit der Aktion soll gesundheitsbewusstes Verhalten der Schüler gefördert werden. "Verbalradikalismus" sei hingegen der falsche Weg", mahnte Caspers-Merk.