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Bundeswehr-Missionen in Afghanistan und im Mittelmeer verlängert

Nato-Stabilisierungseinsatz : Bundeswehrmissionen in Afghanistan und im Mittelmeer verlängert

Die Bundeswehr soll sich nach dem Willen der Bundesregierung weiter an zwei Nato-Missionen in Afghanistan und im Mittelmeer beteiligen. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch zwei entsprechende Vorlagen aus dem Bundesverteidigungsministerium.

In den Vorlagen aus dem Bundesverteidigungsministerium geht es um die deutsche Beteiligung am Nato-Stabilisierungseinsatz „Resolute Support“ in Afghanistan, an dem derzeit rund 1200 deutsche Soldaten mitwirken. Die Obergrenze dieses neuen Mandats liegt unverändert bei 1300 Soldaten.

Außerdem billigte die Ministerrunde die deutsche Beteiligung am Nato-Einsatz „Sea Guardian“, mit dem das Bündnis im Mittelmeer den Seeraum überwachen und Terrorismus bekämpfen will. Derzeit beteiligen sich knapp 250 deutsche Soldaten daran, die Mandatsobergrenze liegt unverändert bei 650.

Die bisherigen Mandate laufen Ende März aus. Der Bundestag muss den geplanten Verlängerungen um jeweils ein Jahr noch zustimmen.

Die Afghanistan-Mission „Resolute Support“ dient der Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte. Der Gesamtumfang beträgt nach Bundeswehrangaben rund 16.000 Soldaten. Insgesamt 39 NATO-Mitgliedsstaaten und Partnerländer beteiligen sich.

„Sea Guardian“ ist ein maritimer Sicherheitseinsatz der Nato im Mittelmeer, welche im Juli 2016 von den Bündnisstaaten beschlossen wurde. Bei dem Einsatz erstellen Schiffe und Flugzeuge der Bundeswehr ein umfassendes Lagebild und überwachen den Seeraum. Zu ihren weiteren Aufgaben gehört die Kontrolle von Schiffen, wenn sie verdächtigt werden, eine Verbindung zu terroristischen Organisationen zu haben.

(ala/AFP)