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Wolfgang Schäuble hält den Machtkampf zwischen Armin Laschet und Markus Söder für legitim

Bundestagspräsident : Schäuble hält harten Laschet-Söder-Machtkampf für Pluspunkt für die Union

Der Zweikampf zwischen Markus Söder und Armin Laschet in der Kandidatenfrage der Union, ist für Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble nachvollziehbar gewesen. Warum er die Auseinandersetzung als Pluspunkt für die Union bezeichnet.

Bundestagspräsident und CDU-Präsidiumsmitglied Wolfgang Schäuble wertet den unionsinternen Machtkampf um die Kanzlerkandidatur als Pluspunkt für die Union. „Harmonisch mit Gummibaum in Wohnzimmeratmosphäre – das wäre in der Union nie vorstellbar gewesen. Die Grünen waren immer eine sehr basisorientierte Partei. Sicherlich hat das jetzt gewählte Verfahren parteiintern auch zu Spannungen geführt. Es wird sich zeigen, wie lange die aktuelle Euphorie anhält, wie gut sie mit den Spannungen in der Mitgliedschaft umgehen. Auch die Union wird sich noch am Riemen reißen müssen, aber wir haben gute Chancen“, Kostenpflichtiger Inhalt sagte Schäuble im Interview mit unserer Redaktion (hier nachlesen).

Mit Blick auf NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und den CSU-Vorsitzenden Markus Söder, die sich einen erbitterten Kampf um die Kanzlerkandidatur geleistet hatten, sagte Schäuble: „Jeder der beiden war der Auffassung, dass er der Richtige ist. Das ist doch legitim. Das Verhältnis zwischen Armin Laschet und Markus Söder war trotzdem gut, und ist es auch jetzt.“ Der ehemalige CDU-Vorsitzende betonte: „Wir hatten in der CDU zwei Mal einen richtig guten Wahlkampf um den Parteivorsitz. Das nennt man Demokratie. Hätten wir die Auswahl des Kanzlerkandidaten so vollzogen, wie es die Grünen gemacht haben, hätten wir uns von den früheren Grünen härteste Kritik gefallen lassen müssen. Es geht eben nicht allein darum, mit welchem Kandidaten im Augenblick die höheren Aussichten verbunden sind, gewählt zu werden.“