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Sieger und Verlierer der Wahl: Viele Abgeordnete brauchen neue Jobs

Sieger und Verlierer der Wahl : Viele Abgeordnete brauchen neue Jobs

Düsseldorf (RPO). Bei der Bundestagswahl geht es nicht nur um Parteien, sondern auch um Karrieren und persönliche Schicksale. Während FDP-Chef Guido Westerwelle der größte Gewinner ist, müssen sich einige Noch-Abgeordnete neue Jobs suchen. Wir haben einige Sieger und Verlierer aufgelistet.

Laurenz Meyers bundespolitische Karriere ist höchstwahrscheinlich beendet. Einst war er als Generalsekretär eine der wichtigsten Figuren der CDU. Jetzt droht er vollends in der Versenkung zu verschwinden. In seinem Wahlkreis Hamm/Unna II hat er eine Niederlage gegen den SPD-Innenexperten Dieter Wiefelspütz hinnehmen müssen. Über die Landesliste ist er nicht abgesichert.

Insgesamt haben sich 3556 Bundesbürger um die begehrten blauen Stühle unter der Reichstagskuppel in Berlin beworben. Doch ungefähr nur jeder Sechste hat es geschafft. 598 Sitze plus wahrscheinlich 24 Überhangmandate wird der neue Bundestag haben. Wer ins Parlament kommt, kristallisiert sich teilweise erst Stunden nach der Schließung der Wahllokale heraus.

Härtefälle in der SPD-Fraktion

Die meisten Härtefälle gibt es in der stark dezimierten SPD-Fraktion. Michael Müller und Karin Kortmann, langjährige Abgeordnete aus Düsseldorf, schafften es nicht in das neue Parlament. Selbst ein Parteipromi wie der Grünen-Bundesvositzende Cem Özdemir hat es trotz einer beeindruckenden Aufholjagd nicht geschafft. Sein Landesverband verweigerte ihm einen aussichtsreichen Listenplatz.

Damit entsenden CDU und CSU 239 Abgeordnete in den neuen Bundestag. Die FDP verfügt über 93 Mandate - ein Drittel mehr als im alten Bundestag. Damit kommen Union und FDP zusammen auf 332 der insgesamt 622 Sitze. Die SPD verliert ein Drittel ihrer Mandate und zieht nur noch mit 146 Abgeordneten in den Bundestag ein. Die Linke steigerte sich auf 76 Sitze, die Grünen erhalten 68 Mandate.

Die Wahlbeteiligung fiel mit 70,8 Prozent auf den niedrigsten Stand bei einer Bundestagswahl. Vor vier Jahren hatte sie 77,7 Prozent betragen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Gewinner und Verlierer der Bundestagswahl 2017

(DDP/ndi)