1. Politik
  2. Deutschland
  3. Bundestagswahl

SPD stellt Kampagne für den Wahlkampf vor: „Scholz packt das an“

„Scholz packt das an“ : SPD stellt Kampagne für den Wahlkampf vor

Bei der Kampagne für die Bundestagswahl im September bauen die Sozialdemokraten auf eine wachsende Zugkraft von Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Die SPD setzt auf Personen- und Themenplakate, die eine veränderte und auffällige Bildsprache haben.

Motto des Werbens um Wählerstimmen sei „Scholz packt das an“, sagte SPD-Generalsekretär und Wahlkampfmanager Lars Klingbeil am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung der Kampagne. Scholz habe die größte Kompetenz und habe gezeigt, dass er Pläne auch umsetzen könne, sagte Klingbeil mit Blick auf die Beliebtheitswerte des Bundesfinanzministers und Vizekanzlers.

Die SPD setzt auf Personen- und Themenplakate, die eine veränderte und auffällige Bildsprache haben. Porträts sind in Schwarzweiß gehalten, rot ist die zentrale Farbe. Der Partei steht insgesamt ein Wahlkampfetat von 15 Millionen Euro zur Verfügung, so Klingbeil. Mit zuletzt 405.000 Mitgliedern sei die SPD weiterhin die größte Partei.

Deutschland stehe vor drei großen Herausforderungen: Es gelte, die Pandemie zu bewältigen. Es gehe um die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft Richtung Klimaneutralität. Die Frage sei auch, wo Deutschland sicherheits- und außenpolitisch zu verorten sei.

Nun wachse das Interesse an der Frage, wer auf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) folge. „Es gab lange keine Bundestagswahl, wo es 53 Tage vor der Wahl so spannend war, wie das gerade der Fall ist“, sagte Klingbeil. „In den Mittelpunkt rückt immer stärker die Frage, wer von den Dreien kann es eigentlich.“ Die CDU habe Auftritte von Armin Laschet abgesagt, meinte Klingbeil. Bei den Grünen tauche Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ab und Robert Habeck dränge sich in den Vordergrund.

Für die SPD gehöre nun zur Wahlauseinandersetzung auch, „dass wir die Fehler der anderen deutlich betonen“. Klingbeil: „Wir werden sehr klar machen, dass ein Friedrich Merz für eine veraltete Wirtschaftspolitik steht. Wir werden sehr deutlich machen, dass ein Hans-Georg Maaßen gerade für die Rechtsverschiebung der Union steht. Wir werden deutlich machen, wie die Bilanz von Ministern wie Jens Spahn und Andi Scheuer in dieser Regierung ist.“

(lha/dpa)