Nun 93 Stimmen Vorsprung: Sieg für CDU-Mann Hauer nach Neuauszählung in Essen

Nun 93 Stimmen Vorsprung : Sieg für CDU-Mann Hauer nach Neuauszählung in Essen

Das Direktmandat im hartumkämpften Wahlkreis Essen III geht an die CDU. Der Kandidat Matthias Hauer konnte nach der Neuauszählung der Stimmen seinen Vorsprung auf die SPD-Kandidatin Petra Hinz ausbauen.

Hauer erreichte 93 Stimmen mehr als Hinz, wie der Kreiswahlausschuss am Montag feststellte. Hauer bekam bei der Bundestagswahl 59.101 Erststimmen, auf Hinz entfielen 59.008. Bei der ersten Auszählung am Sontag vor einer Woche hatte Hauer mit nur drei Stimmen vorne gelegen. Wegen Unstimmigkeiten in Protokollen war es zur Neuauszählung gekommen.

Am Wochenende hatten rund 800 Helfer sämtliche 150.000 Stimmzettel erneut ausgezählt - mit einer ersten Runde am Samstag und einer Gegenprobe am Sonntag. Nur deckungsgleiche Zahlen flossen in das Ergebnis ein, ansonsten musste ein weiteres Mal nachgezählt werden.

Die Abweichungen zur Auszählung am Wahlabend liegen nach Ansicht von Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD), zugleich Wahlleiter der Stadt, innerhalb der üblichen Fehlertoleranz. "Das ist menschlich, dass hier und da Fehler passieren." In Essen seien die Zählfehler nur deshalb zur Besonderheit geworden, weil das Ergebnis so knapp war, sagte er.

Der Direktkandidat Hauer zeigte sich erleichtert über den Ausgang der Nachzählung. "Es ist gut und wichtig, dass wir jetzt Rechtssicherheit haben", sagte er. "Bei künftigen Wahlen sehe ich den Oberbürgermeister als Kreiswahlleiter in der Pflicht schon am Wahlabend fundierte Plausibilitätsprüfungen durchzuführen und nicht erst Tage später", sagte er. "Wir hätten uns eine Menge Arbeit ersparen können".

Auch die unterlegene SPD-Kandidatin Hinz wird in den Bundestag einziehen. Sie ist über die Landesliste gut abgesichert. Auch wenn sie traurig sei, ihren Wahlkreis verloren zu haben, gratuliere sie der CDU und Matthias Hauer. "Heute hat die Demokratie gewonnen", sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. In Zeiten von Wahlmüdigkeit sei es wichtig, alles zu tun, nicht den Eindruck entstehen zu lassen, Stimmen würden nicht korrekt gezählt.

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(dpa)
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