Nach Korrektur: Union rutscht wegen Rundungsfehler unter 33 Prozent

Wahlergebnis korrigiert : Union rutscht wegen Rundungsfehler unter 33 Prozent

Die CDU/CSU hat bei der Bundestagswahl am Sonntag nicht wie bislang angenommen 33,0 Prozent der Stimmen erhalten, sondern 32,9 Prozent. Der Fehler entstand offenbar durch falsches Runden.

Wie der Sprecher des Bundeswahlleiters, Klaus Pötzsch, am Dienstag auf Anfrage mitteilte, geht die Abweichung auf ein Rundungsproblem zurück. Irgendwelche praktischen Auswirkungen, etwa auf die Mandatsverteilung, hat dies nicht.

Hintergrund ist, dass der Bundeswahlleiter grundsätzlich die Stimmenanteile der Parteien separat veröffentlicht, also auch für CDU und CSU getrennt. "Beide Werte sind kaufmännisch aufgerundet worden", sagte dazu Pötzsch. Addiert man aber den Wert der CDU von aufgerundet 26,8 Prozent und den der CSU von aufgerundet 6,2 Prozent, so ergeben sich die zunächst allseits berichteten 33,0 Prozent. Berechnet man aber den Stimmenanteil für die CDU/CSU gemeinsam, kommt man nur auf 32,93 Prozent oder, auf eine Nachkommastelle abgerundet, 32,9 Prozent.

Solche Rundungen sind mathematisch völlig korrekt und wurden auch bei allen Parteien vorgenommen. Die Werte können aber fehlerhaft werden, wenn man mehrere gerundete Zahlen addiert, ohne die Rundung zu berücksichtigen. Auf die Abweichung hatte zuerst "Spiegel Online" hingewiesen. Ein Fehler auf Seiten des Bundeswahlleiters liegt dabei nicht vor.

(veke)
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