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Christian Lindner in Düsseldorf: "Ich will die Partei jetzt führen"

Christian Lindner in Düsseldorf : "Ich will die Partei jetzt führen"

Der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen FDP, Christian Lindner, hat seine Entschlossenheit bekräftigt, Bundesvorsitzender der FDP zu werden. "Ich will die Partei jetzt führen", sagte der 34-Jährige gestern vor der Presse in Düsseldorf.

Dazu brauche er das Votum des Parteitags. Wann dieses Gremium zusammenkommen wird, sei zwar noch unklar, doch werde dies "zeitnah" erfolgen. Sein Ziel sei es, die Partei 2017 wieder in den Bundestag zu bringen.

Deutschland brauche eine Partei, die für soziale Marktwirtschaft, Rechtstaatlichkeit und Toleranz stehe. Lindner räumte ein, dass dieses "Projekt 2017" kein "Kurzstreckenlauf, sondern eine Marathondistanz" sein werde, bei der es auch Rückschläge geben werde.

Der Neustart der FDP als Bundespartei soll über die Länder, und insbesondere über Nordrhein-Westfalen erfolgen. Lindner kündigte zugleich an, den Vorsitz der Landtagsfraktion bis zum Ende der Legislaturperiode behalten zu wollen. Auf die Dauer werde er aber nicht den Landesvorsitz behalten. Wer sein Nachfolger werden könnte, ist völlig offen.

Lindner will als FDP-Bundeschef einen neuen Generalsekretär berufen. Den Namen verriet er nicht, sagte aber mit Blick auf den Fraktionschef im Kieler Landtag, Wolfgang Kubicki, der Nachfolger von Patrick Döring stamme "nicht aus Kiel". Kubicki hat bereits angekündigt, dass er stellvertretender Bundesvorsitzender werden möchte.

Der noch amtierende Außenminister Guido Westerwelle ist nach den Worten Lindners zwar "ein erfahrener Politiker und geschätzter Ratgeber". Er werde aber künftig "operativ keine Verantwortung übernehmen wollen".

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(hüw)