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Debatte um Nachfolge von Ministerpräsident Laschet in NRW beginnt

Am Abend der Bundestagswahl : Debatte um Nachfolge von Ministerpräsident Laschet in NRW beginnt

Noch am Abend der Bundestagswahl diskutiert die NRW-CDU über die Nachfolge von Ministerpräsident Armin Laschet. Der Unionskanzlerkandidat hatte angekündigt, unabhängig vom Bundestagswahlergebnis in Berlin zu bleiben.

In der nordrhein-westfälischen CDU beginnt nach der Bundestagswahl die Debatte um die Nachfolge für Ministerpräsident Armin Laschet. Der Vorsitzende der CDU-NRW-Landesgruppe im Bundestag, Günter Krings, sprach sich dafür aus, Landesparteivorsitz und das Ministerpräsidentenamt weiter in einer Hand zu lassen. Er sei „kein Freund davon“, die Ämter zu trennen, sagte Krings am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. „Ich bin auch kein Freund von Übergangslösungen.“

Dies kann als Empfehlung für Landesverkehrsminister Hendrik Wüst als Nachfolger für Laschet gewertet werden. Unionskanzlerkandidat Laschet hatte angekündigt, unabhängig vom Bundestagswahlergebnis in Berlin zu bleiben. Auf einem Landesparteitag am 23. Oktober soll ein neuer Landesparteichef oder eine neue Parteichefin gewählt und auch die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl geklärt werden. Als Aspirantin gilt neben Wüst auch Bauministerin Ina Scharrenbach. Wüst könnte allerdings anders als Scharrenbach auch schon als NRW-Übergangsministerpräsident gewählt werden, da er das in der Landesverfassung vorgesehene Landtagsmandat besitzt.

Auch der stellvertretende CDU-Landtagsfraktionschef Gregor Golland machte sich indirekt für Wüst stark und forderte eine rasche Entscheidung der Partei. Die CDU müsse jetzt für eine „gute und klare Personal-Perspektive“ bei der Planung für die Landtagswahl sorgen. „Dabei wäre ein Amtsbonus sicherlich hilfreich“, sagte Golland der dpa. Damit sprach er sich indirekt für Wüst auch als Übergangsministerpräsident bis zur Landtagswahl im Mai aus. Golland warnte aber auch: „Machtkämpfe oder Personaldebatten führen uns nicht weiter, sondern würden nur schaden.“

(bora/dpa)