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Bundestagswahl 2021: Umfragen, Ergebnisse und Prognosen - SPD aktuell vorne

Bundestagswahl 2021 : SPD in Allensbach-Umfrage stärkste Partei

Am 26. September endet mit der Bundestagswahl 2021 die 16-jährige Regierungszeit von Kanzlerin Angela Merkel. Wer folgt ihr? Welche Koalition könnte im Bundestag die Mehrheit holen? Ergebnisse der aktuellen Umfragen und weitere Daten zur Wahl finden Sie hier.

Am 26. September 2021 wählt Deutschland einen neuen Bundestag - und indirekt auch eine neue Kanzlerin oder einen neuen Kanzler. Zum Ausgang dieser wichtigsten politischen Wahl im Land gibt es zurzeit mehrere Umfragen pro Woche.

Wir zeigen an dieser Stelle alle Umfragen seit der letzten Bundestagswahl 2017. Außerdem legen wir einen Fokus auf die neusten Umfrage-Ergebnisse, berechnen eine daraus resultierende Zusammensetzung des Bundestags und schauen, wie stark die Umfrage-Ergebnisse zur Wahl 2021 von den Ergebnissen der Wahl im Jahr 2017 abweichen. Quelle für alle Umfragen ist die Seite wahlrecht.de.

Aktuelle Umfrage-Ergebnisse zur Bundestagswahl 2021

Die jüngste Umfrage wurde am 24. September 2021 vom Meinungsforschungsinstitut Allensbach veröffentlicht. Die Umfrage wurde im Zeitraum zwischen dem 16.09. und dem 23.09. durchgeführt, insgesamt nahmen 1554 Menschen an der repräsentativen Befragung teil.

In einer vorherigen Umfrage des Instituts Emnid, veröffentlicht am 23. September, kamen CDU und CSU auf 21 Prozent der Stimmen. Die Grünen kamen auf 16 Prozent, die SPD auf 25 Prozent. Der Anteil der FDP-Wähler unter den 1.433 Befragten lag bei elf Prozent, die AfD kam demnach auf elf Prozent, die Linken auf sieben Prozent. Sonstige Parteien erhielten neun Prozent der Stimmen.

Wie zuverlässig sind Umfragen zur Bundestagswahl 2021?

Umfragen zur Bundestagswahl 2021 beschäftigen sich allesamt mit der Frage, welche Partei die Menschen wählen würden. Dabei geht es nicht um die Frage, ob dies mit der Erst- oder der Zweitstimme geschehen würde. Mit der Erststimme wird ein Direktkandidat aus dem jeweiligen Wahlkreis gewählt, die diesen Wahlkreis dann direkt Bundestag vertritt. Mit der Zweitstimme wird die Partei gewählt. Sie entscheidet darüber, wie hoch der Sitzanteil der Parteien über der fünf-Prozent-Hürde im Bundestag ist.

Die Meinungsforschungsinstitute selbst betonen immer wieder, dass das eigentliche Wahlergebnis nur bedingt vorausgesagt werden kann. Das Institut infratest dimap stellt dazu klar: "Nicht nur legen sich immer mehr Wähler kurzfristiger vor einer Wahl fest, auch hat die Bedeutung der letzten Wahlkampfphase mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern durch die Parteien zugenommen."

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Die CDU wird nach 16 Jahren Kanzlerschaft von Angela Merkel im September mit Armin Laschet als Kanzlerkandidaten antreten. Der noch-amtierende NRW-Ministerpräsident setzte sich in einem unionsinternen Machtkampf gegen CSU-Chef Markus Söder durch. Die SPD nominierte schon im August 2020 den aktuellen Finanzminister Olaf Scholz als ihren Kanzlerkandidaten. Die einzige Frau mit Aussichten auf das wichtigste politische Amt in Deutschland ist Annalena Baerbock von den Grünen. Sie wurde Mitte April als erste Kanzlerkandidatin in der Geschichte der Partei nominiert. Unterdessen schicken die Linken das Duo Janine Wissler und Dietmar Bartsch als Spitzenkandidaten ins Rennen. AfD setzt auf Tino Chrupalla und Alice Weidel, die FDP setzt im Wahlkampf auf Christian Lindner als ihren Spitzenkandidat.

Wer auch immer die anstehende Wahl gewinnt, er oder sie wird die neunte Person in der Geschichte der Bundesrepublik, die das Amt der Kanzlerin oder des Kanzlers übernimmt. Fünf Mal besetzte bislang die CDU das Amt, drei Mal die SPD. Bei der letzten Bundestagswahl, am 24. September 2017, erzielte die CDU mit 26,9 Prozent das beste Ergebnis aller Parteien. Die SPD kam damals auf 20,5 Prozent. Gemeinsam bildeten beide Parteien eine „große Koalition “ und wählten Angela Merkel für eine vierte Amtszeit zur Kanzlerin. Stärkste Oppositionspartei wurde die AfD mit 12,6 Prozent, die FDP kam auf 10,8 Prozent, die Linke auf 9,2 Prozent und die Grünen erhielten 8,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag 2017 bei 76,2 Prozent.

(cbo)