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Bundestagswahl 2021 in Nettetal: Wahllokale, Kandidaten, Parteien

Wahllokale, Kandidaten, Parteien : Was Sie zur Bundestagswahl 2021 in Nettetal wissen müssen

Die Parteien im Kreis Viersen bereiten sich auf die Bundestagswahl am 26. September vor. Wer tritt an? Wie schnitten die Parteien vor vier Jahren ab? Wir fassen die wichtigsten Informationen zusammen.

Welche Kandidaten bewerben sich um einen Sitz im Bundestag? Sind Nettetaler dabei? Wie schnitten die Abgeordneten bei der Bundestagswahl 2017 ab? Ein Überblick.

Zu welchem Wahlkreis gehört die Stadt Viersen?

Der gesamte Kreis Viersen mit seinen neun Kommunen – Brüggen, Grefrath, Kempen, Nettetal, Niederkrüchten, Schwalmtal, Tönisvorst, Viersen und Willich – bildet den Wahlkreis 111. Insgesamt gibt es in Deutschland 299 Wahlkreise.

Wie finde ich das richtige Wahllokal?

Die Bundestagswahl ist am Sonntag, 26. September. Vorher bekommen Wahlberechtigte per Post eine Wahlbenachrichtigung geschickt. Diese Wahlbenachrichtigung ist eine Einladung zur Wahl. Wer drei Wochen vor der Wahl noch keine Wahlbenachrichtigung bekommen hat, sollte sich bei seiner Stadt oder Gemeinde melden. Auf der Wahlbenachrichtigung steht die Adresse des Wahllokals, in dem man wählen kann. .

Wann öffnet das Wahllokal?

Bei Bundestagswahlen haben die Wahllokale am Wahltag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Wie und wo kann man Briefwahl beantragen?

Wenn man keine Zeit hat, am 26. September wählen zu gehen, vielleicht in Urlaub oder krank ist, kann man vorher Briefwahlunterlagen beantragen. Wie das geht, steht auf der Wahlbenachrichtigung. Die Rückseite der Wahlbenachrichtigung muss ausgefüllt und in einem frankierten Umschlag an die Wahlbehörde geschickt werden. Schneller geht es, wenn man mit Smartphone oder Tablet den QR-Code scannt, der sich auf der Wahlkarte befindet. Damit lassen sich die Briefwahlunterlagen unkompliziert beantragen – und man muss nicht zum Briefkasten laufen. Der Antragsteller muss dabei zwecks Verifizierung sein Geburtsdatum eingeben und den Antrag absenden. Die Wahlbehörde schickt dann die Briefwahlunterlagen zu. Neben dem Stimmzettel, zwei Umschlägen und einem Wahlschein befindet sich auch eine Anleitung darin, wie man per Briefwahl wählt. Grundsätzlich gilt nach Auskunft der Stadt: Wer an der Bundestagswahl per Briefwahl teilnehmen möchte, kann dies schriftlich oder mündlich (persönlich) – jedoch nicht telefonisch – beantragen.

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Wer sind die Abgeordneten, die man über die Erststimme wählen kann? Was muss man über sie wissen?

Noch haben nicht alle Parteien im Kreis Viersen ihre Direktkandidaten benannt.

  • CDU: Die CDU hatte corona-bedingt ihre Mitgliederversammlung für die Aufstellung eines Bewerbers für die Bundestagswahl verschoben, sie findet nun am Samstag, 22. Mai, statt. Für die Nachfolge des Willichers Uwe Schummer, der seit 2002 dem Deutschen Bundestag angehört und nicht wieder antritt, gingen bislang sechs Bewerbungen beziehungsweise Vorschläge ein: Sebastian Achten (Viersen), Klaus-Ruthard Frisch (Kempen), Dirk Louy (Tönisvorst), Paul Melot de Beauregard (Tönisvorst), Martin Plum (Viersen), Till Rodheudt (Kempen). Weitere Vorschläge können auch noch am 22. Mai beim Parteitag gemacht werden.

Folgende Kandidaten sind bislang bekannt:

  • SPD: Der Kempener Udo Schiefner, Jahrgang 1959, gehört seit 1975 der SPD an. Der Qualitätssicherungstechniker ist Vorsitzender der SPD im Kreis Viersen. Seit 2013 ist er Mitglied des Deutschen Bundestags. Er gehört als ordentliches Mitglied dem Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie dem Petitionsausschuss an.
  • FDP: Der Viersener Eric Scheuerle (22) ist Sozialwissenschaftler und will im kommenden Jahr sein Masterstudium in Sozioökonomie abschließen. Seit acht Jahren engagiert sich Scheuerle bei den Jungen Liberalen und den Freien Demokraten. Bei der Kommunalwahl 2020 wurde er als jüngstes Mitglied in den Viersener Kreistag gewählt.
  • Die Grünen: Der Kempener Rene Heesen (28) machte zunächst eine Ausbildung zum Industriemechaniker, dann schloss sich ein Wirtschaftsingenieurstudium an. Heesen trat 2009 den Grünen bei. Seit 2014 ist er stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Viersener Kreistag und bekleidet dieses Amt seit 2020 auch in der Grünen-Fraktion des Kempener Stadtrats.
  • Die Linke: Die Viersenerin Britta Pietsch, Jahrgang 1963, ist Krankenschwester. Sie gehört dem Kreisverband Die Linke in Viersen an, ist im Viersener Stadtrat als Ratsfrau und stellvertretende Fraktionsvorsitzende aktiv und engagiert sich politisch auch auf Landesebene: Im September 2020 wurde sie als stellvertretende Landesvorsitzende ihrer Partei wiedergewählt.
  • AfD: Der gebürtige Hamburger Kay Gottschalk, Jahrgang 1965, studierte BWL und Jura und war Mitbegründer der AfD. Der Nettetaler ist Kreissprecher der AfD im Kreis Viersen und seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestags. Gottschalk ist Mitglied und Sprecher seiner Partei im Finanzausschuss des Bundestags sowie Vorsitzender des Wirecard-Untersuchungsausschusses.

Welche Parteien kann man über die Zweitstimme wählen?

Mit der Zweitstimme entscheiden die Wähler, wie viele Sitze eine Partei im Bundestag bekommt. Bis Montag, 21. Juni, können sich Parteien noch anmelden.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2017 in Nettetal und dem Kreis Viersen?

Bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 lag die Wahlbeteiligung in der Stadt Nettetal bei 74,73 Prozent. Insgesamt waren in Nettetal 30.676 Menschen wahlberechtigt; 22.684 gültige Stimmen wurden abgegeben. Im gesamten Kreis Viersen waren 2017 insgesamt 227.423 Menschen wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung im Kreis lag bei 76,2 Prozent.

Wie haben die Parteien in Viersen 2017 abgeschnitten?

Die CDU erhielt in der Stadt Nettetal 49,9 Prozent der Stimmen, die SPD 23,7 Prozent, die Grünen 5,8 Prozent, die Linke 4,8, die FDP 8,3 und die AfD 7,3 Prozent.

Wie haben die Abgeordneten aus dem Kreis Viersen 2017 abgeschnitten?

Das Direktmandat aus dem Kreis Viersen ging wie bei den Bundestagswahlen 2002, 2005, 2009 und 2013 auch 2017 an Uwe Schummer (CDU). Er erhielt 47,9 Prozent der Erststimmen. Bei einer Wahlbeteiligung von 76,2 Prozent im Kreis Viersen verteilten sich die Erststimmen auf die sechs zugelassenen Kandidaten so: Uwe Schummer (CDU): 47,9 Prozent; Udo Schiefner (SPD): 25 Prozent; Jürgen Heinen (Grüne): 6,7 Prozent; Christoph Saßen (Die Linke): 5,1 Prozent; Andreas Bist (FDP): 8,3 Prozent; Kay Gottschalk (AfD): 7 Prozent.

Neben Schummer schafften es zwei weitere Kandidaten aus dem Wahlkreis 111 über die Landeslisten der Parteien in den Bundestag: Udo Schiefner gelangte über Listenplatz 11 der NRW-SPD in den Bundestag, Kay Gottschalk über Listenplatz 4 der NRW-AfD.

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