1. Politik
  2. Deutschland
  3. Bundestagswahl

Bundestagswahl 2021: Erste Transfrau in den Bundestag gewählt - Grünen-Politikerin Nyke Slawik aus Leverkusen

Grünen-Politikerin aus Leverkusen : Nyke Slawik als eine der ersten Transfrauen in den Bundestag gewählt

Nyke Slawik ist im Wahlkreis Leverkusen/Köln für die Grünen angetreten – und wurde über die Landesliste in den Bundestag gewählt. Eine weitere Transfrau aus Bayern geht nach Berlin, ebenfalls von den Grünen.

Die trans-idente Nyke Slawik (27) ist nach Angaben der Kölner Grünen für die Partei in den Bundestag eingezogen. „Wahnsinn! Ich kann es noch gar nicht so recht fassen ....“, twitterte Slawik am Sonntagabend. Sie kandidierte im Wahlkreis Leverkusen - Köln IV, den der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach mit großem Vorsprung gewann. Slawik kam bei den Erststimmen mit 11,3 Prozent auf den dritten Platz.

Wie am Montag bekannt wurde, ist auch ihre Parteikollegin Tessa Ganserer (44) aus Bayern in den Bundestag eingezogen – ebenfalls eine Transfrau.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Mich haben mittlerweile Glückwünsche aus Polen, UK und den USA erreicht. Unser 🏳️‍⚧️-Wahlerfolg geht um die Welt.<br><br>Ich hoffe, dass wir heute ein neues Kapitel der <a href="https://twitter.com/hashtag/Selbstbestimmung?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Selbstbestimmung</a> in der Politik aufschlagen und die jahrelange Bevormundung queerer Menschen beenden können.</p>&mdash; Nyke Slawik🏳️‍⚧️💚 (@nyke_slawik) <a href="https://twitter.com/nyke_slawik/status/1442262594799095808?ref_src=twsrc%5Etfw">September 26, 2021</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
Dieses Element enthält Daten von Twitter. Sie können die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren

Nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmbezirke lag Slawik mit 13,3 Prozent deutlich hinter Lauterbach und Serap Güler (CDU). Nach Angaben der Partei zog sie dennoch ins Parlament ein. Auf der Landesliste der Grünen hatte sie den Listenplatz 11.

„Ich bin noch immer überwältigt, dass meine Kandidatur ein so großes Echo in den Medien erzeugt hat und freue mich über die vielen positiven Reaktionen aus der queeren Community und darüber hinaus“, teilte Slawik mit. Kostenpflichtiger Inhalt Sie will sich unter anderem für Transmenschen einsetzen – und ein Vorbild für diese sein.

„Ich hoffe, dass wir heute ein neues Kapitel der Selbstbestimmung in der Politik aufschlagen und die jahrelange Bevormundung queerer Menschen beenden können“, twitterte Slawik am Sonntagabend. Die Leverkusenerin möchte sich nicht nur „für eine vielfältige, soziale Gesellschaftund“, sondern auch für „eine mutigere Klimapolitik“ einsetzen, wie sie auf ihrer Webseite schreibt. In den vergangenen Jahren hatte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für zwei Grünen-Abgeordnete im NRW-Landtag gearbeitet.

(bora/dpa)