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Bundestagswahl 2017: Unbekannte senden Drohbriefe an Spitzenpolitiker

Weißes Pulver und Rasierklingen : Unbekannte senden Drohbriefe an Spitzenpolitiker

Kurz vor der Bundestagswahl sind bei mehreren Spitzenpolitikern Drohbriefe eingegangen. Auch Joachim Sauer, der Ehemann von Angela Merkel, erhielt ein Kuvert mit weißem Pulver.

Betroffen sind auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), der Berliner Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele sowie mindestens zwei weitere Politiker, wie ein Sprecher der Polizei in Berlin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Ein Sprecher der Bundesregierung wollte sich dazu nicht äußern: "Zu sicherheitsrelevanten Fragen geben wir keine Auskunft", sagte er auf Anfrage.

Die Briefe enthielten den Polizeiangaben zufolge ein weißes Pulver, das sich in Untersuchungen als harmlos herausgestellt habe. Teilweise seien auch Rasierklingen beigefügt worden, sagte der Sprecher weiter. Die Briefe hätten zudem arabische Worte, darunter "tödlich, nicht berühren", enthalten. Das verwendete Arabisch sei allerdings fehlerhaft. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen.

Bereits am Mittwoch hatte die Polizei im thüringischen Landkreis Gotha mitgeteilt, dass an die Privatadresse der Grünen-Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt, ein solcher Brief geschickt worden sei. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele veröffentlichte am Donnerstag auf Twitter ein Foto von einem solchen Schreiben, das an ihn geschickt worden war.

(veke)