Bundestagswahl 2017: FDP will Platzierung neben der AfD verhindern

Sitzordnung im Bundestag : FDP will Platzierung neben der AfD verhindern

Die FDP möchte im neu gewählten Bundestag nicht neben der AfD sitzen, sondern lieber zwischen den möglichen künftigen Koalitionspartnern, der Union und den Grünen. Die Entscheidung über die Sitzordnung fällt der sogenannte Vor-Ältestenrat.

Wenn die SPD auf dem langen Weg bis dorthin jedoch die Nerven verliert und ihre Minister doch schon aus dem Kabinett zurückzieht, kann Merkel sie nicht einfach durch andere ersetzen. Dann müssten amtierende Minister die Ressorts der ausgeschiedenen Kollegen mitverantworten.

Die Gesprächsangebote an SPD, FDP und Grüne hat Merkel am Montag auf den Weg gebracht. Am Samstag entscheiden die Grünen bei einem kleinen Parteitag (Länderrat), ob sie in Sondierungen und Verhandlungen einsteigen. Dann wird über Wochen und Monate hinweg in zahlreichen Verhandlungsgruppen der Weg zur Verständigung gesucht. Grüne und FDP haben sich bereits festgelegt, über das Ergebnis erst die Mitglieder entscheiden zu lassen, bevor sie einen Koalitionsvertrag unterschreiben. Merkel hofft, bis Weihnachten eine neue Regierung stehen zu haben.

Als erste startete am Montag die FDP mit den neuen Strukturen des Bundestages. Da es für sie noch keine Räume gibt, vollzog sie die Konstituierung ihrer 80-köpfigen Fraktion in der Parteizentrale, und zwar demonstrativ in Saal 1 des Hans-Dietrich-Genscher-Hauses und damit genau an der Stelle, an der die FDP 2014 die Schritte zum Wiedereinzug ins Parlament beschloss.

(may-)
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