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Blitzumfrage Bundestagswahl Politbarometer: SPD-Vorsprung verringert sich

Union holt auf : Blitzumfrage kurz vor der Wahl - Rennen knapp wie nie

Drei Tage vor der Bundestagswahl zeichnet sich ein spannender Endspurt ab: Die Union, aber auch die Grünen legen noch einmal leicht zu. Reichen würde es aktuell aber nur in einem Fall für ein Zweier-Bündnis.

Der Vorsprung der SPD schwindet, die Union kann weiter aufholen – das ist das Ergebnis der letzten Umfrage vor der Bundestagswahl in wenigen Tagen. Bei der Sonntagsfrage des Politbarometers der Forschungsgruppe Wahlen gaben 25 Prozent der Menschen an, ihre Stimme der SPD zu geben – so viele wie schon in der vorherigen Umfrage. Die CDU/CSU käme mit 23 Prozent  auf einen Prozentpunkt mehr im Vergleich zur Vorwoche. Auch die Grünen legen mit 16,5 Prozent nochmal einen halben Prozentpunkt zu. Die AfD könnte nach aktuellstem Stand mit 10 Prozent (minus 1) rechnen, die FDP mit 11 Prozent, die Linke mit 6 Prozent (beide unverändert).

Damit hätte von den Zweier-Bündnissen lediglich eine Koalition aus SPD und Union eine knappe Mehrheit. Reichen würde es demnach auch für eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP, für eine Jamaika-Regierung aus CDU/CSU, Grünen und FDP sowie für Rot-Grün-Rot.

Bei der Kanzlerfrage bleibt SPD-Kandidat Olaf Scholz mit weitem Abstand auf Platz eins: Sowohl bei der Frage nach der Eignung als Kanzler oder Kanzlerin als auch nach der Präferenz für einen der drei Kandidaten liegt Scholz vor seinen Mitbewerbern. Mit 64 Prozent traut ihm eine deutliche Mehrheit das Amt zu (nicht geeignet: 30 Prozent ). Armin Laschet (CDU) bezeichnen lediglich 26 Prozent als kanzlerfähig (nicht geeignet: 67 Prozent) und Annalena Baerbock kommt hier nur auf 25 Prozent (nicht geeignet: 69 Prozent ).

Knapp jeder Zweite hätte am liebsten Olaf Scholz an der Spitze (47 Prozent, minus 1), Armin Laschet wünschen sich 20 Prozent (minus 2) und Annalena Baerbock 16 Prozent (plus 1). Keine Präferenz haben 17 Prozent (plus 2).

Die Interviews für die Umfrage hat die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen am 22. und 23. September 2021 bei 1.273 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch durchgeführt. Dabei wurden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland.