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Armin Laschet: „Wir tun alles, um auf Platz eins zu landen“

Armin Laschet : „Wir tun alles, um auf Platz eins zu landen“

Mit einer "Agenda für gleichwertige Lebensverhältnisse" will die CDU in den letzten Tagen vor der Wahl vor allem im Osten um Wähler werben. Dies kündigte Unionskanzlerkandidat Armin Laschet am Montag in Berlin an.

 Ein Sieg über die SPD ist für CDU und CSU jetzt erklärtes Wahlziel für die Bundestagswahl an diesem Sonntag. „Wir tun alles, um auf Platz eins zu landen“, sagte Unionskanzlerkandidat Armin Laschet am Montag in Berlin. In München äußerte sich CSU-Chef Markus Söder ähnlich. "Das Ziel ist klar, die Nummer eins zu werden." Er rechne mit einem Wimpernschlagfinale. Der bayerische Ministerpräsident glaubt, dass SPD und Grüne zu siegesgewiss seien: „Das ist wie im Fußball: Wer in der 80. Minute glaubt, er hat schon gewonnen, der erlebt manchmal sein schwarzes Wunder am Schluss.“ Ursprünglich war die Union mit dem Wahlziel von mindestens 30 Prozent gestartet.

Die CDU-Spitze beschloss - wie die CSU - einen Wahlaufruf, in dem sich die Partei gegen eine Vergemeinschaftung von Schulden in Europa und „null Toleranz“ bei der Inneren Sicherheit ausspricht. DieCSU listete auf, welche Folgen eine Umsetzung der Politik von SPD, Grünen und Linkspartei für die Menschen im Freistaat hätte. "Niemand der 13,14 Millionen Bayern bliebe von einem Linksrutsch in seinem Alltag verschont.“ 

Laschet wirbt verstärkt auch um Stimmen der Ostdeutschen. Er wolle als Kanzler für gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land, West und Ost eintreten. In Berlin trat er gemeinsam mit den beiden CDU-Ministerpräsidenten Rainer Haseloff (Sachsen-Anhalt) und Michael Kretschmer (Sachsen ) auf. SPD und Grüne konzentrierten sich mit ihrer Politik auf die Metropolregionen: „Das Land bleibt auf der Strecke“, sagte Laschet.  

Der NRW-Ministerpräsident tritt an diesem Dienstag gemeinsam mit Angela Merkel in Stralsund auf. Dort hatte die scheidende Kanzlerin seit 2005 ihren Wahlkreis. In Mecklenburg-Vorpommern wird am Sonntag zeitgleich mit der Bundestagswahl abgestimmt. Der CDU droht im Norden eine herbe Schlappe.

Laschet betonte, das dritte TV-Triell habe gezeigt, dass SPD-Kanzlerkandidat Scholz und die grüne Spitzenkandidatin Annalena Baerbock gemeinsame Sache machen wollten. Scholz schließe unverändert nicht aus, sich auch von der Linken im Bundestag zum Kanzler wählen zu lassen, sagte Laschet. Auch eine von der Linkspartei geduldete Minderheitsregierung unter SPD-Führung sei möglich.

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Sachsens Regierungschef Kretschmer betonte, niemand außer Laschet setze auf Wachstum. Scholz und Baerbock wollten nur umverteilen. „Wovon wollen wir leben, vom Verkauf welcher Produkte“, fragte Kretschmer. Umfragen zufolge könnte die AfD in Sachsen bei der Bundestagswahl stärkste Kraft werden. Kretschmer warnte: „Wir brauchen Macher statt Spalter. Jede Stimme für die AfD ist eine verlorene Stimme.“ Laschet, Kretschmer und Haseloff bekannten sich zum beschlossenen Braunkohleausstieg bis zum Jahr 2038. „Gesetz ist Gesetz. 2038 ist die Deadline“, sagte Haseloff.