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AfD-Wahlprogramm 2017 zur Bundestagswahl ist besonders unverständlich

Untersuchung durch Uni Hohenheim : Das Wahlprogramm der AfD ist besonders unverständlich

Während die AfD in Sachsen-Anhalt einen für diesen Sonntag geplanten Landesparteitag überraschend abgesagt hat, hat die Bundes-AfD von allen großen deutschen Parteien das sprachlich am wenigsten verständliche Wahlprogramm.

Zu diesem Ergebnis kommt eine softwaregestützte Untersuchung, die ein Team um Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim erstellt hat. Sie liegt der "Welt am Sonntag" vor. "Die vermeintliche Volksnähe, die die AfD für sich beansprucht, pflegt sie in ihrer Sprache überhaupt nicht", sagte Brettschneider der Zeitung.

Die beste Note in Sachen Lesbarkeit erhielt die Union für ihr Bundestags-Wahlprogramm. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Grüne und Linke. Die FDP muss sich mit Platz vier begnügen. Die SPD landet auf dem fünften Platz.

Minuspunkte vergaben die Forscher unter anderem für überlange Sätze, einen hohen Anteil von Schachtelsätzen und den Gebrauch von zusammengesetzten Wörtern, die im allgemeinen Sprachgebrauch unbekannt sind.

Aufrufe zu linkn Sabotageakten in Sachsen-Anhalt

Derweil nannte Landeschef André Poggenburg keine 24 Stunden vor dem geplanten Treffen in Dessau-Roßlau als Hauptgrund für die Verschiebung "Aufrufe zu linken Sabotageakten im Zuge des Parteitages". Außerdem wollten viele Mitglieder der AfD das Wochenende zum Plakatieren im Bundestagswahlkampf nutzen, nachdem es zuvor Verzögerungen bei der Plakatlieferung gegeben habe.

Der außerordentliche Landesparteitag solle nun nach der Bundestagswahl veranstaltet werden. Als Thema hatte sich die AfD den Islam vorgenommen. Formal stand außerdem zum wiederholten Mal die Nachwahl des Landesschiedsgerichts auf der Tagesordnung.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Wahlprogramm der AfD für die Bundestagswahl 2017

(felt)