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Hausordnung müsste geändert werden: Bundestagabgeordnete wollen Hunde mitbringen

Hausordnung müsste geändert werden : Bundestagabgeordnete wollen Hunde mitbringen

Der Bundestag kommt auf den Hund: 15 Abgeordnete von SPD und Grünen haben sich nach einem Medienbericht an Parlamentspräsident Norbert Lammert (CDU) gewandt, weil sie ihre Hunde künftig mit in das Hohe Haus bringen wollen. Übrige Abgeordnete reagieren kritisch.

Dazu ist allerdings eine Änderung der Hausordnung des Parlaments nötig, die bislang nur Blindenhunde im Bundestag zulässt. Bislang verbietet die Regelung in Paragraf 4, Verhalten in Gebäuden, Absatz 4, Gassi gehen im Bundestag. "Das Mitbringen von Tieren - ausgenommen Blindenführhunde - ist nicht gestattet." Einige Abgeordnete wollen das nicht länger akzeptieren. "Wir wollen die Bedeutung von Heimtieren im Arbeitsalltag fördern, auch im Deutschen Bundestag", sagte der Sprecher der Gruppe, Heinz Paula (SPD), der "Bild". In einem von Paula verfassten Brief wird Lammert gebeten, "dem Wunsch vieler Abgeordneter nachzukommen und die Hausordnung des Deutschen Bundestages dahingehend zu ändern, dass das Mitbringen von Hunden zulässig ist".

Mitstreiterin Silvia Schmidt (SPD) sagte: "Mein Hund ist mein Freund. Er braucht meine Nähe, und ich brauche seine." Der CDU-Politiker Franz-Josef Holzenkamp reagierte mit Kopfschütteln:
"Den Anfang machen die Hunde. Irgendwann stehen dann die Hamsterkäfige im Plenarsaal oder streunen die Katzen durch den Bundestag?" Das Parlamentspräsidium wollte sich dem Bericht zufolge zu dem Vorstoß zunächst nicht äußern.

Beim Gartenfest der Parlamentarischen Gesellschaft, einem Zusammenschluss aktueller und früherer Bundestagsabgordneter, am Donnerstagabend, war der Hunde-Vorstoß Thema an den Stehtischen. Mitglieder des Ältestenrats des Bundestages sprachen sich allerdings dagegen aus. Damit ist eine Entscheidung zur Änderung der Hausordnung unwahrscheinlich.

(brö)