Bundesregierung hält Umverteilung von Flüchtlingen für "weitgehend abgeschlossen"

Asylpolitik: Umverteilung von Flüchtlingen "weitgehend abgeschlossen"

Die Übernahme von Asylbewerbern aus Italien und Griechenland neigt sich dem Ende zu. Laut einer Sprecherin des Bundesinnenministeriums ist diese "weitgehend abgeschlossen".

Die Sprecherin sagte der Zeitung "Die Welt", in den kommenden Wochen werde es nur noch vereinzelt Überstellungen geben, die im vergangenen Jahr nicht mehr möglich gewesen seien. Die Vereinbarung zur Umverteilung endete offiziell bereits im vergangenen September.

Laut Innenministerium hätten, so heißt es in dem Bericht, deutlich weniger Personen als erwartet die Kriterien für eine Umsiedlung erfüllt. "Inzwischen gibt es in Griechenland so gut wie keine Asylantragsteller mehr, die für eine Umsiedlung infrage kommen", erklärte das Ministerium. In Italien sind es offenbar noch um die 3000. An dem Umverteilungsprogramm können nur jene Personen teilnehmen, die aus Herkunftsstaaten mit einer Asylchance von mehr als 75 Prozent kommen.

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Dem Ministerium zufolge hat Deutschland im europäischen Vergleich insgesamt "mit großem Abstand die meisten Personen aufgenommen". Aus Italien waren es 4894 und aus Griechenland 5371. Im Dezember hat die Bundesrepublik Italien noch 503 Asylsuchende abgenommen und Griechenland 39. Im Januar waren es insgesamt dann nur noch acht.

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise hatten die Innenminister im September 2015 mehrheitlich beschlossen, bis zu 120.000 Flüchtlinge aus Griechenland und Italien auf andere EU-Länder umzuverteilen. Tatsächlich verteilt wurden am Ende aber nur 33.000. Deutschland nahm 10.265 Schutzsuchende auf; ursprünglich zugesagt hatte es die Übernahme von 27.000 Menschen.

(das/KNA/AFP)