Bundesregierung: Erhebliche Unterschiede bei Lebensverhältnissen in Deutschland

Finanzen, Mobilität, Wohnen : Regierung sieht erhebliche Ungleichheiten zwischen Regionen

Die Lebensverhältnisse in Deutschland unterscheiden sich von Region zu Region. Das geht aus einem Bericht der Kommission zur Untersuchung der Lebensverhältnisse hervor. Die Unterschiede seien zum Teil erheblich.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission zur Untersuchung der Lebensverhältnisse hat einem Medienbericht zufolge erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Regionen in Deutschland festgestellt. Es bestünden „erhebliche Disparitäten in den regionalen Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten, bei der Verkehrs- und Mobilfunkanbindung und beim Zugang zu Angeboten der Grundversorgung und Daseinsvorsorge“, heiße es im Abschlussbericht der Regierungskommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“, berichtet die Funke-Mediengruppe.

An diesem Mittwoch wollen Innenminister Horst Seehofer (CSU), Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Familienministerin Franziska Giffey (SPD) die Ergebnisse vorstellen.

Den Zeitungen zufolge will die Regierung dann auch eine Neujustierung ihrer Struktur- und Förderpolitik beschließen, die nicht länger nach Ost und West, sondern nach „Bedarfslagen“ ausgerichtet werden soll. Dazu gehöre auch die Selbstverpflichtung der Regierung, gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen als „Richtschnur bei allem politischen Handeln“ zu nehmen.

Das Kabinett hatte die Kommission von Bund, Ländern und Kommunen im Juli 2018 eingesetzt. Am Mittwoch will nur die Bundesseite ihre Ergebnisse präsentieren. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte berichtet, die Kommission werde von Querelen überschattet.

Gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland sind nach Ansicht des Deutschen Städte- und Gemeindebundes „die Schicksalsfrage für die Zukunft unseres Landes“. „Wir erwarten endlich konkrete Schritte, um dem Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland näherzukommen“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Passauer Neuen Presse“ (Montag). „In einigen Gegenden fühlen sich die Menschen teilweise abgehängt.“

(mja/dpa)