Ramsauer begrüßt Beschluss: Bundesrat billigt Bus-Fernverkehr

Ramsauer begrüßt Beschluss : Bundesrat billigt Bus-Fernverkehr

Der Bundesrat hat grünes Licht für den Fernverkehr mit Bussen in Deutschland gegeben. Die Länderkammer verabschiedete am Freitag eine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes.

Damit wird eine Regelung aufgehoben, die seit fast 80 Jahren auf Langstrecken die Bahn vor einer Konkurrenz durch Busse geschützt hat. Ab 1. Januar 2013 dürfen Busunternehmen nun in der gesamten Bundesrepublik Fernverbindungen anbieten - und dabei untereinander und auch mit dem Bahnverkehr konkurrieren. Bislang war der Linienfernverkehr mit Bussen nur auf wenigen Strecken möglich.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) begrüßte die Entscheidung des Bundesrates. Die Gesetzesänderung befreie den Fernverkehr per Bus "von seinen Fesseln, die er jahrzehntelang getragen hat". Die Verbraucher könnten nun auch mit dem Bus "kostengünstig und umweltfreundlich" durch Deutschland reisen. "Das schont Geldbeutel und Klima." Neben attraktiven Angeboten für die Verbraucher rechne die Regierung mit einem "kräftigen Impuls" für die Omnibuswirtschaft.

Fernbusse dürfen nach der Neuregelung nur Haltestellen anfahren, die mehr als 50 Kilometer oder mindestens eine Stunde Reisezeit voneinander entfernt liegen. Damit soll der öffentliche Nahverkehr mit Bussen und Bahnen geschützt werden. Ausnahmen davon sind nur auf Strecken erlaubt, auf denen es kein ausreichendes Nahverkehrsangebot gibt.

(AFP)
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