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Bundesrat befürwortet Getränkepfand für alle Dosen und Einwegflaschen

DUH begrüßt Beschluss : Bundesrat befürwortet Getränkepfand für alle Dosen und Einwegflaschen

Im Zuge des Umweltschutzes möchte der Bundesrat die Pfandpflicht auf alle Getränkedosen und Einwegflaschen ausweiten. Die Deutsche Umwelthilfe begrüßt den Beschluss. So könne die Umwelt besser geschützt werden.

Der Bundesrat hat sich dafür ausgesprochen, die Pfandpflicht auf alle Getränkedosen und Einweg-Plastikflaschen auszudehnen. Die Entschließung, die Hessen und Baden-Württemberg angeregt hatten, fasste die Länderkammer am Freitag in Berlin. Darin heißt es, die Getränkeart dürfe bei der Frage der Pfandpflicht keine Rolle mehr spielen, wie der Bundesrat mitteilte. Übergangsfristen sollen dem Handel bei der Umstellung helfen. Voraussetzung solle zudem sein, dass die aus den Einwegflaschen gewonnenen Rezyklate – also Recycling-Materialien – auch gut zu verwerten sind.

Die Zielmarke für den Mehrweg-Anteil bei Getränken wird in Deutschland längst nicht erreicht. Sanktionen gibt es dafür nicht. Seit 2019 sind Supermärkte verpflichtet, am Regal gut sichtbar zu kennzeichnen, wo Einweg- und wo Mehrwegflaschen stehen. Das soll den Kunden helfen, sich bewusster zu entscheiden. Außerdem wurde die Pfandpflicht ausgeweitet auf Einweg-Verpackungen mit Frucht- und Gemüse-Nektaren mit Kohlensäure – etwa Apfelschorlen aus Nektar – und Mischgetränke mit Molkeanteil von mehr als 50 Prozent. Es gibt aber weiterhin pfandfreie Getränke, etwa Säfte.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßte den Beschluss des Bundesrats. „Bisher landen viele der jährlich rund eine Milliarden Einweg-Plastikflaschen für Säfte und Nektare ohne Pfand in der Umwelt oder dem Restmüll, wodurch die Natur verschmutzt, Ressourcen verschwendet und der Klimawandel angeheizt wird“, sagte die stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

(c-st/dpa)