Kosten von 600 bis 800 Millionen Euro Bundesfinanzministerium stoppt seinen Erweiterungs-Neubau

Berlin · Das Bundesfinanzministerium verzichtet nach einer Überprüfung auf seinen geplanten Erweiterungsbau in Berlin. Das sind die Gründe und das ist stattdessen geplant.

  Christian Lindner (FDP), Bundesminister der Finanzen, stellt den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2024 vor. (Symbolbild)

Christian Lindner (FDP), Bundesminister der Finanzen, stellt den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2024 vor. (Symbolbild)

Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

„Da sich durch das mobile Arbeiten der Bedarf an Bürofläche vermindert hat, wird der geplante Neubau für das Ministerium gestoppt“, schrieb das Ministerium am Mittwochabend auf Twitter. Zuvor hatte die „Welt“ berichtet.

Finanzminister Christian Lindner (FDP) hatte bereits im März deutlich gemacht, dass er an den bisherigen Plänen für eine Erweiterung des Finanzministeriums an der Berliner Wilhelmstraße nicht festhalten will. Die Planung werde „mit dem Ziel überprüft, diese zu überarbeiten“, hieß es damals aus dem Ministerium. Das Gebäude sollte zwischen 600 und 800 Millionen Euro kosten und frühestens ab 2025 gebaut werden. Die Planung wurde 2019 noch vom damaligen Finanzminister und heutigen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Auftrag gegeben.

Die zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) werde die bisherigen Planungen nun überarbeiten, hieß es der „Welt“ zufolge in Ministeriumskreisen. Statt des Erweiterungsbaus des Finanzministeriums soll demnach ein Gebäudekomplex entstehen, der von allen Bundesressorts genutzt werden kann, unter anderem als Ausweichquartier, wenn die eigentlichen Dienstsitze saniert werden. Auch der Bau von Wohnungen solle Teil der neuen Planungen sein. Die überarbeiteten Pläne sollen dem Bericht zufolge bis Ende des Jahres vorliegen.

(aku/dpa)
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