Finanzminister Schäuble: Bund kommt mit 6,5 Milliarden Euro neuen Schulden aus

Finanzminister Schäuble : Bund kommt mit 6,5 Milliarden Euro neuen Schulden aus

Der Bund will sich einem Magazinbericht zufolge im laufenden Jahr nur mit 6,5 Milliarden Euro neu verschulden und im kommenden Jahr erstmals seit 1969 überhaupt keine Schulden mehr machen.

Dies berichtete "Spiegel-Online" am Freitag und berief sich damit auf den Haushaltsentwurf von Finanzminister Wolfgang Schäuble. Damit soll die Neuverschuldung des Bundes nur geringfügig über dem ersten Entwurf der früheren schwarz-gelben Regierung liegen, der 6,2 Milliarden Euro neue Schulden vorsah. Schon am Dienstag hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass die Neuverschuldung 2014 unter sieben Milliarden Euro bleiben soll.

Schäuble hätte für das laufende Jahr 8,5 Milliarden Euro an neuen Krediten aufnehmen können und hätte dann immer noch der Schuldenbremse genügt, berichtete "Spiegel Online" weiter. Auch für die Jahre bis 2018 gehe der Minister von ausgeglichenen Haushalten aus, will also keine neuen Schulden aufnehmen.

Mit Hilfe sprudelnder Steuereinnahmen könne sich der Bund erhebliche Ausgabensteigerungen leisten, hieß es in dem Bericht weiter. In diesem Jahr kalkuliere der Minister mit Ausgaben von 298,5 Milliarden Euro, für 2018 sollen es dann 327,2 Milliarden Euro sein. Die Investitionen will der Bund dem Bericht zufolge von 25,8 Milliarden Euro in diesem Jahr auf 27 Milliarden Euro in 2018 ausweiten.

Die Eckwerte des Haushalts für 2015 und die mittelfristige Finanzplanung von Finanzminister Schäuble sollen am kommenden Mittwoch vom Kabinett beraten und beschlossen werden.

(REU)
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