Studie zum Thema Krankenversicherung: "Bürgerversicherung gefährdet 67.000 Jobs"

Studie zum Thema Krankenversicherung: "Bürgerversicherung gefährdet 67.000 Jobs"

Die Pläne von Opposition und Gewerkschaften für eine Zusammenlegung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen (PKV) sorgen für Wirbel. Während sich gestern auch die Verbraucherzentralen für eine solche Bürgerversicherung aussprachen, kommt scharfe Kritik vonseiten der Koalition.

"SPD und Gewerkschaften kämpfen bei Opel oder Nokia oftmals mit viel Verve für den Erhalt von 2000 oder 3000 Arbeitsplätzen. Bei den privaten Versicherern dagegen sorgen sie mit ihren Modellen dafür, dass 60 000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren würden", kritisiert der gesundheitspolitische Sprecher der Union, Jens Spahn, und spielt damit auf eine Studie des Gesundheitsexperten Robert Paquet im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung an.

Darin kommt der SPD-nahe Experte zu dem Schluss, dass bis zu 67 000 Angestellte der PKV und rund 10 000 Versicherungsvermittler durch die Reform betroffen seien. Die Studie ist im Übrigen eine auf Druck von Verdi deutlich entschärfte Version: Noch in der Januar-Fassung schrieb Paquet, dass "durch die Bürgerversicherung die Arbeitsplätze von rund 60 000 Arbeitnehmern und die Erwerbsmöglichkeit von bis zu 50 000 selbstständigen Versicherungsvermittlern infrage gestellt" würden. CDU-Politiker Spahn kritisiert insbesondere die Rolle der Gewerkschaften: "Verdi verrät doch im Grunde einen Großteil der eigenen Mitglieder, nämlich diejenigen, die bei den privaten Versicherern arbeiten.

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" Deren Jobs wolle die Gewerkschaft abschaffen, so Spahn.

(maxi)