Muslim sagt CSU-Bürgermeister-Kandidatur ab Ein verheerendes Signal

Meinung | Wallerstein/Düsseldorf · Lieber keinen Bürgermeisterkandidaten als einen Muslim – so muss man die Geschehnisse rund um einen CSU-Ortsverband in Schwaben deuten. Ein Armutszeugnis, von dem verheerende Signale ausgehen.

 Die CSU trifft sich derzeit zur Klausur in Seeon.

Die CSU trifft sich derzeit zur Klausur in Seeon.

Foto: dpa/Matthias Balk

Der Mann, um den es geht, ist 44 Jahre alt, lebt schon immer in der Region, wurde im nahen Nördlingen geboren, ist Unternehmer. Mit seiner aus einer christlichen Familie stammenden Frau – laut „Augsburger Allgemeine“ ist sie evangelisch – hat er zwei Kinder. Doch, und hier liegt anscheinend das Problem, der Mann hat türkische Wurzeln. Und es kommt noch schlimmer: Er ist Muslim. Eine Tatsache, die sich nach Ansicht von Wallersteiner Kommunalpolitikern offenbar nicht mit einer Bürgermeisterkandidatur für die CSU vereinbaren lässt.