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Umfrage: Bürger: Steuereinnahmen sollen in Kinderbetreuung fließen

Umfrage : Bürger: Steuereinnahmen sollen in Kinderbetreuung fließen

Berlin (RPO). Einer aktuellen Umfrage zufolge ist die Mehrheit der Deutschen dafür, dass die zu erwartenden höheren Steuereinnahmen in die Kinderbetreuung gesteckt werden. Am zweit- und dritthäufigsten sprachen sich die Befragten für Schuldenabbau und Steuersenkungen aus.

Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des ARD-"Morgenmagazins" erklärten nach Angaben des Senders 39 Prozent der Befragten, die zu höheren Steuereinnahmen sollten in die Kinderbetreuung investiert werden. 36 Prozent hielten den Schuldenabbau für wichtig. 22 schlugen vor, die Steuern zu senken.

Eine Mehrheit der Befragten hielt die Distanzierung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger (CDU) von seiner umstrittenen Trauerrede für seinen Vorgänger Hans Filbinger für richtig. 63 Prozent der Befragtenerklärten, die Rücknahme der Äußerung sei notwendig gewesen. 25 Prozent denken, die Distanzierung sei nicht erforderlich gewesen. Oettinger hatte erklärt, das an Todesurteilen gegen Wehrmachtsdeserteure beteiligte NSDAP-Mitglied Filbinger sei ein Gegner des Naziregimes gewesen, diese Aussage aber nach heftiger Kritik zurückgenommen.

Auf die Frage, wem sie ihre Stimme gäben, wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, antworteten 36 Prozent der Befragten, sie wollten die CDU/CSU wählen. 31 Prozent würden sich für die SPD entscheiden, 11 Prozent für die Grünen, 10 Prozent für die FDP, 8 Prozent für die Linkspartei.PDS und 4 Prozent für sonstige Parteien.

Im Vergleich zur Deutschland-Trend Umfrage der Tagesthemen vor zwei Wochen verlor die FDP einen Prozentpunkt, die sonstigen Parteien gewannen einen Prozentpunkt. Die Stimmen für Union, SPD, Grüne und die Linkspartei.PDS blieben unverändert.

Befragt wurden den Angaben zufolge am 17. und 18. April 1000 Bundesbürger.

Hier geht es zur Infostrecke: Bundesländer-Ranking: Wo es Kindern gut geht

(afp)