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Brüssel: Erdogan fordert mehr Nato-Unterstützung im Konflikt in Idlib

Konflikt in Idlib : Erdogan fordert in Brüssel mehr Nato-Unterstützung

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat angesichts der Eskalation im Bürgerkriegsland Syrien mehr Hilfe von der Nato gefordert. Europa habe „nicht den Luxus“, die Situation im Bürgerkriegsland zu ignorieren.

Man erwarte „klare Unterstützung“ von den Verbündeten, sagte Erdogan am Montag nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel. Die Grenze der Türkei zu Syrien sei gleichzeitig die südöstliche Grenze der Nato zu der Konfliktregion.

Erdogan betonte, dass die Türkei bereits rund 3,6 Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen haben. Er habe mit Stoltenberg auch über das Thema Flüchtlinge gesprochen.

Die Türkei unterstützt im syrischen Bürgerkrieg Rebellen. In den vergangenen Wochen war der Konflikt in Idlib eskaliert. Mindestens 34 türkische Soldaten starben Ende Februar bei einem Luftangriff, für den Ankara die syrische Regierung verantwortlich macht. Vergangene Woche hatte Erdogan mit Kremlchef Wladimir Putin, der die syrische Regierung unterstützt, eine Waffenruhe in Idlib ausgehandelt. Diese ist jedoch brüchig.

Diplomaten zufolge hatte die Türkei jüngst eine Liste mit zehn Forderungen bei der Nato hinterlegt. Darunter ist der Ruf nach mehr Luftverteidigung an der türkischen Grenze zu Syrien, mehr Aufklärungsflugzeugen und mehr Schiffen im östlichen Mittelmeer. Zudem fordert Ankara zur Überwachung auch den Einsatz von Drohnen.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg betonte am Montag, das Bündnis unterstütze die Türkei schon jetzt stark und werde sich der Sicherheit der Türkei auch weiterhin verpflichtet fühlen. Man überprüfe außerdem, was man darüber hinaus tun könne.

(ala/dpa)