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"ANSDAPO": Brandenburg verbietet Neonazi-Gruppe

"ANSDAPO" : Brandenburg verbietet Neonazi-Gruppe

Potsdam (AFP). Das Land Brandenburg hat ein Vereinsverbot gegen eine weitere Neonazi-Kameradschaft verhängt. Die "ANSDAPO" ist vor allem in der Umgebung Berlins aktiv und soll an einem Überfall auf einen Jugendclub beteiligt gewesen sein.

Ein Sprecher des Innenministeriums in Potsdam bestätigte am Donnerstag das Verbot. Mehrere Zeitungen berichteten, die Kameradschaft pflege Kontakte zur Deutschen Volksunion (DVU), die seit 1999 im Brandenburger Landtag vertreten ist. Im April hatte das brandenburgische Innenministerium die rechtsextreme Kameradschaft "Hauptvolk" und deren Untergliederung "Sturm 27" verboten.

Laut Zeitungsberichten wurden im Zuge des Vereinsverbots mehr als 20 Wohnungen in Berlin und Brandenburg durchsucht. Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) will Einzelheiten am frühen Nachmittag bekanntgeben.

Einschließlich der "ANSDAPO" wurden in Brandenburg bisher vier Kameradschaften verboten. Schon in den 90er Jahren aufgelöst wurden die "Direkte Aktion/Mitteldeutschland" und die "Kameradschaft Oberhavel".

(afp)