Brandanschlag auf Haus von Schweriner Justizministerin Uta-Maria Kuder

Mecklenburg-Vorpommern: Brandanschlag auf Haus von Schweriner Justizministerin

Unbekannte Täter haben versucht, das Haus von Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) mit Brandbeschleunigern anzuzünden.

Das Feuer konnte durch ihren Ehemann am Mittwochabend rechtzeitig bemerkt und gelöscht werden, wie die Polizei in Neubrandenburg mitteilte. Die Ministerin selbst hielt sich demnach nicht in dem Haus auf, das etwas abseits von einem Dorf bei Greifswald liegt.

"Dieser Brandanschlag hat mich erschüttert. Noch weiß niemand, wer aus welchem Motiv dahinter steckt. Ich bin froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist", sagte Kuder nach Angaben ihres Sprechers. Der Schaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf rund 3000 Euro. Die Kriminalpolizei und der Staatsschutz ermitteln wegen des Verdachts der besonders schweren Brandstiftung und wollen eine politisch motivierte Tat nicht ausschließen.

Vor einer Woche Auto der Frau eines CDU-Politikers angezündet

Meckenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) verurteilte den Anschlag. "Leider gibt es immer mehr Menschen,die ihre unterschiedlichen politischen Positionen nicht mit Worten, sondern mit Gewalt gegen Personen und Sachen kundtun", erklärte er.

Erst vor einer Woche war in Ueckermünde das Auto der Ehefrau eines CDU-Landtagskandidaten angezündet worden. In diesem Fall wird gegen fünf Männer aus Berlin ermittelt, die nach Angaben Caffiers dem linken Spektrum zuzuordnen sind.

In Mecklenburg-Vorpommern wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Laut Umfragen könnte die rechtspopulistische AfD mit mehr als 20 Prozent zur dritt- oder sogar zweitstärksten Kraft werden. Sie konkurriert dabei mit Caffiers CDU. Gewinner der Landtagswahl dürfte die SPD von Ministerpräsident Erwin Sellering werden.

(AFP)