63-Jähriger verweigert weiter Aussage: Bonner Korruptionsprozess: Müllmanager Meys schweigt weiter

63-Jähriger verweigert weiter Aussage : Bonner Korruptionsprozess: Müllmanager Meys schweigt weiter

Bonn (rpo). Der im Bonner Korruptionsskandal angeklagte frühere Müllmanager Karl-Heinz Meys gibt sich weiter schweigsam. Der 63-Jährige verweigerte auch am zweiten Prozesstag vor dem Landgericht Bonn die Aussage.

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p class="text"><P>Bonn (rpo). Der im Bonner Korruptionsskandal angeklagte frühere Müllmanager Karl-Heinz Meys gibt sich weiter schweigsam. Der 63-Jährige verweigerte auch am zweiten Prozesstag vor dem Landgericht Bonn die Aussage.

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p class="text">Der frühere CDU- Kommunalpolitiker soll laut Anklage als Geschäftsführer der Rhein- Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft (RSAG) rund 4,1 Millionen Mark (mehr als 2 Millionen Euro) Schmiergelder von Müllunternehmer Hellmut Trienekens erhalten haben. Dafür sei Trienekens bei allen Aufträgen im Bereich der Müllentsorgung bevorzugt worden. Es soll sich um ein Gesamtvolumen von rund 400 Millionen Euro handeln.

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p class="text">Vor Gericht verweigerte der 63-Jährige am Donnerstag die Aussage zu den Vorwürfen der Bestechlichkeit im besonders schweren Fall sowie zu seiner Person. Vor Gericht wurden aber trotz mehrerer Widersprüche der Verteidigung Dokumente verlesen.

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p class="text">Darunter waren auch die widersprüchlichen Aussagen von Meys bei den Haftprüfungen im Juli und September 2002 sowie ein Glückwunsch-Schreiben an Trienekens von 1998. Zu diesem Zeitpunkt hatte Meys nach Darstellung der Anklage den Schmiergeld-Deal mit Trienekens und eine Million Mark bereits in der Tasche.

Meys hatte nach zehn Monaten Untersuchungshaft eine Haftverschonung erhalten und musste sich seitdem regelmäßig bei der Polizei melden. Da er bisher regelmäßig zu den Verhandlungen erschien, wurde diese Auflage aufgehoben.

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