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Bielefeld: Martin Schulz verspricht stabile Renten

Arbeitnehmerkonferenz in Bielefeld : Martin Schulz verspricht stabile Renten

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will ein weiteres Absinken des Rentenniveaus stoppen und sich für weniger Arbeitsverträge einsetzen, die befristet sind. Auch für Arbeitslose soll sich etwas ändern.

Wenn jahrzehntelange Beschäftigung nicht zu einer Absicherung im Alter oberhalb der Sozialhilfe reiche, sei die Legitimation der Rentenversicherung infrage gestellt, sagte Schulz am Montag in Bielefeld. "Wir werden deshalb das Rentenniveau stabilisieren", versprach der 61-Jährige, der im März auch den Parteivorsitz übernehmen soll.

Auf einer Arbeitnehmerkonferenz kündigte er zudem an, dass sich eine SPD-geführte Bundesregierung für weniger befristete Arbeitsverträge einsetzen werde: "Darum werden wir die Möglichkeit der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen abschaffen, wenn ich nach dem 24. September Bundeskanzler bin."

Schulz äußerte sich in der Rede nicht dazu, ob er die Bezugsdauer für Arbeitslosengeld I für Ältere verlängern will. Er verwies lediglich auf das Beispiel eines 50-Jährigen, der beim Verlust seines Jobs 15 Monate Arbeitslosengeld bekäme. "Und danach geht es an seine Existenz, geht es an seine Lebensleistung." Die SPD wolle eine "angemessene Absicherung".

Zudem sollen die Qualifizierungsangebote für Arbeitsuchende ausgebaut werden. "Jeder muss die Möglichkeit bekommen, aus eigener Kraft den Gang zum Jobcenter zu verhindern." Es gehe um den Respekt vor der Lebensleistung eines Menschen, sagte Schulz.

(maxk/REU)