Trotz Alkoholfahrt in Niedersachsen: Bernd Busemann will Landtagspräsident werden

Trotz Alkoholfahrt in Niedersachsen: Bernd Busemann will Landtagspräsident werden

Niedersachsens Justizminister Bernd Busemann (CDU) ist nach einem Medienbericht in Hannover betrunken Auto gefahren - und von der Polizei erwischt worden. Nun hat er sich entschuldigt.

Bei einem Alkoholtest habe er knapp 0,9 Promille gehabt. Der Minister, dessen Amtszeit nach der Abwahl der CDU/FDP-Landesregierung in wenigen Tagen endet, sagte der "Bild"-Zeitung: "Ich ärgere mich maßlos über mich selbst. Ich hatte gegessen und Bier getrunken. Aber ich war mir sicher, dass ich fahrtüchtig wäre. Ich habe höchstpersönlich und niemand sonst einen schweren Fehler gemacht", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Hannover.

Busemann will trotz seiner Alkoholfahrt weiter Landtagspräsident werden. "Ich denke, dass ich unverändert geeignet bin, Landtagspräsident zu sein", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Hannover. Voraussetzung sei, dass die CDU-Fraktion das wolle.

Am Dienstagabend habe er sich noch für fahrtüchtig gehalten. Nach dem Testergebnis habe er etwas über 0,8 Promille gehabt. Es handele sich um eine Ordnungswidrigkeit. "Der Vorfall ist mir peinlich", sagte Busemann.

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"Ich entschuldige mich bei allen im Lande Niedersachsen dafür." Er sei aber nie vorher in dieser Weise auffällig geworden.

Busemann war am Dienstagabend mit seinem Dienstwagen zu seiner Zweitwohnung in Hannover gefahren. Zuvor hatte die CDU den 60-jährigen Juristen für das Amt des künftigen Landtagspräsidenten nominiert.

Die Landtagswahl am 20. Januar hatten SPD und Grüne mit knapper Mehrheit gewonnen. Die stärkste Fraktion stellt traditionsgemäß den Landtagspräsidenten.

(dpa/nbe/das)
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