Konservative CDU-Gruppe: "Berliner Kreis" geht an die Öffentlichkeit

Konservative CDU-Gruppe : "Berliner Kreis" geht an die Öffentlichkeit

Nach monatelangem Hin und Her gehen die im "Berliner Kreis" zusammengeschlossenen Konservativen in der CDU nun an die Öffentlichkeit. Der hessische CDU-Fraktionschef Christean Wagner lud am Donnerstagabend zu einem Pressegespräch in Berlin am Freitag ein.

Dabei solle auch eine "Standortbestimmung des Berliner Kreises in der Union" vorgestellt werden. Die Vorstellung eines solchen Papiers war zuletzt im August angekündigt, dann aber verschoben worden. Berichten zufolge konnten sich die 30 bis 40 CDU-Politiker aus Bund und Ländern nicht auf einen Text einigen.

Der unter anderem von Wagner ins Leben gerufene "Berliner Kreis" will das konservative Profil der CDU stärken, das er unter der Parteichefin, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), vernachlässigt sieht. Die Formation war zunächst auf einiges Misstrauen in der Parteiführung gestoßen, zuletzt hatte sich aber die CDU-Spitze gelassen geäußert.

In konservativen CDU-Kreisen stoßen zum Beispiel die Abkehr von der Wehrpflicht, der schrittweise Atomausstieg, die Offenheit für Mindestlöhne und Modernisierungsbemühungen in der Familienpolitik auf Widerstand.

(AFP)