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CSU warnt vor "Überforderung Deutschlands" in der Flüchtlings-Debatte

Flüchtlingsquote : CSU warnt vor "Überforderung Deutschlands"

Angesichts wachsender Flüchtlingszahlen warnt die CSU vor einer Überforderung der Bundesrepublik. Es sei notwendig, die Zahl der Flüchtlinge zu begrenzen und sie in Europa besser zu verteilen.

"Es kann nicht sein, dass Deutschland so viele Flüchtlinge aufnimmt wie 23 andere Mitgliedsstaaten zusammen. Das läuft immer mehr auf eine Überforderung Deutschlands hinaus, die wir nicht akzeptieren können", sagte Generalsekretär Andreas Scheuer der "Welt".

Die EU-Kommission will trotz Widerstands vieler EU-Staaten die Flüchtlinge künftig per Quoten verteilen. Dabei soll zwischen Flüchtlingen, die bereits in Europa sind und umgesiedelt werden, und den Flüchtlingen, die noch in den Krisenstaaten in Afrika sind, unterschieden werden. Wie viele Flüchtlinge genau innerhalb der EU umgesiedelt werden, will die EU-Kommission Ende Mai bekanntgeben.

Deutschland muss dann laut Vorschlag mit 18,42 Prozent die meisten Flüchtlinge aufnehmen, gefolgt von Frankreich mit 14,17 Prozent und Italien mit 11,84 Prozent.

Zusätzlich will die EU 20000 Flüchtlinge aus Drittstaaten, etwa aus Lagern in Syrien, holen. Dafür soll es ebenfalls Quoten geben, die dabei auf alle 28 Staaten verteilt werden. Deutschland würde 3.086 Personen (15,43 Prozent) aufnehmen, Frankreich 11,87 Prozent (2.375 Menschen) und Großbritannien 11,54 Prozent (2.309 Flüchtlinge).

(KNA)