Berlin verdreifacht Steuer auf Zweitwohnungen

Größte deutsche Metropole: Hauptstadt Berlin verdreifacht die Steuer auf Zweitwohnungen

Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) hat eine Verdreifachung der Zweitwohnungsteuer auf rund 15 Prozent der jährlichen Netto-Kaltmiete angekündigt.

"Berlin wird in Kürze einen Gesetzentwurf zur Erhöhung der Zweitwohnungsteuer auf den Weg bringen", sagte Kollatz-Ahnen. "Der Steuersatz für Zweitwohnungen wird von derzeit fünf in Richtung 15 Prozent erhöht. Unser Ziel ist vor allem der Lenkungseffekt: Wir wollen mehr Menschen motivieren, in Berlin ihren Erstwohnsitz anzumelden", sagte der SPD-Politiker.

Als größte deutsche Metropole ist Berlin auch die Hauptstadt der Zweitwohnsitze: Zehntausende haben in Berlin nur einen Zweitwohnsitz angemeldet — als Abgeordnete, Studenten oder schlicht als häufige Besucher. Auch sie nutzen die Infrastruktur der Stadt. Doch nur Bürger mit einem Erstwohnsitz zahlen dort Steuern und zählen beim Finanzausgleich.

Mit der Verdreifachung der 1998 eingeführten Zweitwohnungsteuer will der rot-rot-grüne Senat mehr Bürger bewegen, in Berlin ihren Erstwohnsitz anzumelden. Auch viele andere deutsche Städte erheben Zweitwohnungsteuer.

(mar)
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